Monarchie ohne König

Dugarun

(vom Hofnarr)

Eines Tages schlief und träumte für mich hin, dass ich König bin! Was würde ich tun? Wo will ich hin, wenn ich mal König bin?

Ich dacht´ mir, ach was soll `s, so König sein macht nur stolz – dann, wenn alle und auch jeder drüber fröhlich sein kann.

Was nun, würd´ ich als König meinem Volk befehlen – dann? Waren die Fragen und wie und wann? Nun, dachte ich, ich weiß es nicht, was jeder tun kann. Woher soll ich das wissen? Ich kenn´ nicht sein Gewissen und auch sein Wunsch der ist mir fremd, doch mir als König ein Befehl. Da soll er tun was er will und ich als König sag´ nur: „Halt´ mal still!“, wenn er den anderen zu sehr behindern will. Das wär´ ein guter Plan, so dacht´ ich dann, hätt´ ich viel Zeit und Spaß noch dran, am Königsein und an mir noch, dann und wann.

Denn König sein ist nicht leicht, der Kopf der fällt dann viel zu leicht, mal hart mal weich, wenn seine Sprüche allzu seicht.

So wär’s denn nur mein einziger Wille, das Zepter abzulegen in aller Stille. Der Wunsch, mein Wunsch, der sei mir Befehl, sei mein König und mein Wegesziel. So meine ich das sehr wohl ernst, die Monarchie mit Herz und Hand, nur ohne König aber mit Verstand.

Unser aller Wunsch, so sollt´ es sein, fiel mir im Traum als König ein, den Weg zu ebnen für den eigenen kleinen Wunsch des Einzelnen, allein. Denn jeder, das ist sonnenklar, war irgendwann mal ganz zuerst oder später dann als letzter da.

Wer nun, hat das Recht zu sagen: „Ich hab´ s gemacht! – Ich will es haben!“?

Alles ist für alle da, gebaut vom ersten für den letzten, wieso dann gegen „den da“ hetzen? Wenn das gebaute sich nicht ständig selber ruiniert, ist die Welt bald auskuriert! Denn viel zu vieles, das vergeht im Streit, weil es nur zum Streit gebaut. Ist man vereint und ohne Streit, das ganze Zeugs zum Himmel schreit! Nur wer fängt an es zu vernichten? „Der andre könnt´ auf Streit verzichten, aber ich? Mit Nichten!“

Was sagt man da?

Nanunana!

Wär´ ein König da, der würd´ den Streit schon schlichten!

 Schöner träumen,

 ..Schlichter dichten..

 …schlichter richten…

Und nun, weil ich mein eigner König bin, so sei mein Wunschtraum auch mein Königskind:

Absolutismus auf allen Ebenen.

Ich bin der Staat, macht was ihr wollt.

Doch wir brauchen Rat, einen Rat am besten aus Gold. Naja, Gold redet nicht, aber so Leute wie du und ich, können dann fragen den Sohn des Vaters, die Tochter der Mutter und suchen die Eltern der Fragen. (Was führt dich her mein Kind?)

Zu finden dann, einen wegenden Lohn, Nein! Wie? Doch!: Lohnenden Weg. Zu finden beim Suchen guten Rat, wie könnt´ wandern der Wanderer, der die Wege nicht kennt, wandert gut, mit Freude, Kraft und Mut. Wohin? Ja, meist zu Wissen, Frieden und Liebe, der suchende Wanderer Wege sucht, falls er nicht kommt und über zu wenig Wohnraum, Essen oder Anerkennung flucht…

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Bunt Gemaltes

Galleria, Gastbeiträge

Ein paar vom Ensman gemalte Bilder. So richtig Oldschool mit Pinsel und Ölfarbe. Es sind so ziemlich meine ersten Werke in der Malerei, allerdings beschäftige ich mich schon eine Weile damit. Sie sind alle erst in den letzten Wochen entstanden.

Viel Spaß…

 

Traumland
Traumland

 Die abendliche Morgendämmerung verfärbt das Gelbland mystisch grün, traumhaft.

 

Buntnacht
Buntnacht

Die Rotflechte schlingt sich um den Weißbaum, während sich die Gelblichttanne und das Lila-Ei über den Eisklang freuen.

 

Dunkelnacht
Dunkelnacht

Der Graunebel zieht von links und aus rechts und greift nach dem Buntgras, zum Glück kann er es nicht fassen, aber Tauen tut er sich, bei der Kälte.

 

Lichtstunde Remix
Lichtstunde Remix

Der Wirbelkugel wirft das Grün und erhofft einen See zu blauen. Wenn er nur das Weiß wiederfinden würde.

 

…dieses war das erste, hier ist es das letzte, weil es sich gegen das Foto gewehrt hat musste es auf den Scanner und ist jetzt seitlich leicht abgeschnitten, selber Schuld…

Lichtstunde original vision
Lichtstunde original vision

 Das Orange wollte blau werden – als es sich zweiteilte – wurde es rot, gelb, lila, grün; – Bevor es das Blau – auf dem Weg zum Gelb, im Weiß traf, fiel das Schwarz hinein. Oder war es andersrum?

Jedenfalls gibt es seitdem Grün und Lila (Magenta-Pink?)! Wann das wohl war?

Ich würde mal schätzen: so gegen halb Dunkelgelb. Vielleicht auch schon um viertel vor Rosa.

(…Ensmänsche Farbenlehre war mir zu langweilig, trotzdem findet Weiß und Schwarz so einen sinvollen Platz…)

Bleibt mir nur noch,

mir mit aller Kraft eine Farbenharfe zu Wünschen!

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Bau mir eine Welt!

Dugarun, Gastbeiträge

Aus gegebenen Anlass, möchte ich hier mal einige Grundgedanken zum Gesellschaftsaufbau denken.

Drei Teile machen eine Organisation aus:

Das ist zum einen die Wirtschaft, also grundsätzlich die Versorgung mit Gütern.

Zum anderen die Regierung, also die Spielregelfindung.

Das dritte ist in der Mitte und ist das, was letztlich aus den ersten zwei entsteht, unsere Gesellschaft -unsere kleine Welt- die wir bauen können wie wir wollen, wenn wir wollen.

Wichtig ist generell zwischen Wirtschaft und Entscheidungsweg zu unterscheiden, obwohl es eng zusammenhängt. Dann vermeidet man schon grundsätzliche Fehler, wie den, anzunehmen, dass eine Planwirtschaft – wie im Sozialismus üblich – eine Diktatur voraussetzt, das tut sie keines Wegs.

China zeigt gerade wie es andersrum geht. (Also, Kapitalwirtschaft ist kein Garant für freie Demokratie, garantiert nicht)

Wir brauchen keine Richter und Henker,

wir brauchen (Dichter-)Schlichter und (Denker-)Lenker!

Das war `s schon.

Ach, halt! Eine Bemerkung noch: Wer Gewalt anwenden will, darf sie nicht teilen, das macht sie schwach und daher untauglich…

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Ziel erreicht! So geht das!

Gastbeiträge

Die Ämter mal wieder

Das muss ich jetzt einfach mal los werden, ich geh krachen. 

Gestern, ich wurde von der ARGE zu einer psychologischen Untersuchung eingeladen, zur Prüfung einer Sanktion(?), also jedenfalls war ich dann da. Ich mache ja auch einen 1-Euro Job, da sitz ich grade, mehr mache ich da auch nicht. Cool, 1-Euro fürs revolutionieren, mittendrin statt nur dabei.

Na dann, die gute Frau, ich war wirklich positiv überrascht, aber trotzdem etwas, naja, fragwürdig und kritisierend, ja genau kritisierend war ich, sie hatte kaum eine Chance ihr Konzept zu fahren. So weit so gut, ich die ganze Zeit festgestellt und erzählt und gewettert, dass was die eben nichts können und das Ende vom Lied:

Sie bot mir an mich na, nee, nicht einstellen…ab in die Sozialhilfe! Also wie Hartz4 nur ohne Druck, so wie solche die echt (warum auch immer) gar nicht können, also ich verstehe da: „Hier, hast was de willst! Und halt die Klappe.“ Gehts noch? Also bei mir gehts noch, ich könnte so einiges, aber kann leider keine Uhr…bin halt immer zu spät, also absolut Leistungsunfähig, schade…das war nicht mein Ziel.

Ich sollte vielleicht noch schreiben, dass ich schon einen schönen Eierlauf hinter mir habe mit der ARGE und auch den anderen Ämtern, die kennen mich alle, das muss ich noch mal genauer beschreiben, das war lustig…

Ich glaube die haben mich nicht richtig verstanden…das interessiert die gar nicht…also früher hätte es das nicht gegeben….da wären solche Bürger gleich mal…ich glaube die wollen das so.

 Sind die sich so sicher, oder sind die sich schon so scheißegal wie alle anderen? Das ist ein Haufen Inkompetenz mit Recht und Gesetz, höchst abscheulich das ganze.

Wer mal hier  liest und sonst so liest was schreibe und geschrieben habe weiß, was ich meine…das ist noch lang nicht fertig….

Ich weiß auch nicht, aber wenn man die auch einfach mal ignoriert, was passiert dann?

Ein Haufen Papiermüll! Und dann eine lustige Zeit als Straßenmusikant….?

So groß ist mein Kopf nicht, wie ich ihn gerne schütteln würde, burrrhua…

Der Zwang zur Pünktlichkeit ist Blödsinn und bringt nur Streit. Man kann nie zu spät kommen, nur zum falschen Zeitpunkt, will sagen für jede verpasste Chance gibt es zwei neue.

Hier deine Fußfessel und nun flieg du bist frei…dämlicher geht es fast gar nicht.

board:gulli wollte es nicht, wer nicht will der hat und wer nicht liest bleibt…reimt sich nicht. Egal, redet nur weiter dumm drumrum, irgendwann fällt man von selber rein….meist auf sich…

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Geschenke des Himmels

Dugarun, Gastbeiträge

Alles ist ein Geschenk, wenn man es richtig zu nehmen weiß…bitte hier habet ihr die heiligen 3 Klingeltönige und ihre süßen Nachrichtentöchter.

Klingel1machzeidrart und   Klingel2machtlicht oder Klingel3mach

Das windige die Wind und  2das lebendige die 2 (er)Leben auch 3das fließende die Energie (nicht fleiß ende)

Und, bitte, gehabet euch wohl und habet hier auch, die heiligen zwei Wege des fünffachen Menschseins.

.!Die zwei silbernen Wege der goldenen Dreikantfeile!.

Suche dich auf deinem Weg ins nichts oder der Unendlichkeit. Und du wirst deine Persönlichkeit ausprägen feiner als es jeder Zwerg jemals hätte tun können.

Denn ein Schmied ist niemals besser als sein Werkzeug welches er wurde.

Sei dein eigener Schmied und schmiede deine Schönheit für das Glück…

Nimm dein Gefühl um deinen Geist zu erkennen,

Nimm deinen Verstand um dein Gefühl zu verstehen,

Nimm deinen Körper um im Verstand deine Gefühle zu sehen und um alles um dich rum als Teil von dir wahrzunehmen.

Und nun, lass die Späne fallen, aber nur die die dir nicht schön vorkommen…

Doch,

Nimm die güldene Dreikantfeile,

nur in deine Hand

wenn du dir nicht vor dir davon gerannt…

renne oder sterbe, stehe und sehe.


.!Das eine aus dem Vierfachen fünf gewordene Wesen des Menschen!.

So war es:

Zuerst (also gleich nach der Befruchtung) lebt ein Mensch nur in der Vorstellung seiner selbst, er ist das höchste,

der Konstrukteur, das eine Alles, das nichts aus dem alles entsprang…und bis zur Geburt des Lichtes mit dem Nichtsein rang…

So kam es:

Nach der Geburt trennt sich der Konstrukteur in zwei Wesen, in den Konstruktor und in den Destruktor, im äußeren. Dabei entstehen zwei Gegenwesen im inneren, der Eskalator und der Transformator.

Der Unterschied zwischen Konstrukteur und Konstruktor ist sehr klein. Der Konstrukteur baut sich als die Welt, der Konstruktor baut seine Welt für sich, dabei wird er ganz automatisch auch zum Destruktor, denn nur da wo etwas ist, kann man etwas bauen. Also muss man zerstören um aufbauen zu können.

Aber Zerstörung und Aufbau in einem ist nicht so richtig erklärbar, für den der noch Konstrukteur sein will, denn eigentlich wollen wir Menschen alles selber machen und was schon da ist, haben wir nicht gemacht. Wir haben ein großes Problem damit Dinge zu zerstören die wir nicht gemacht haben. Das tut man nicht.

So soll es nicht sein:

Wenn der eine Konstrukteur, merkt das er nicht erschafft sondern nur umbaut, geht es ihm schlecht. Dann bekommt er das Bedürfnis zu eskalieren, also gleich alles kaputt zu machen, weil es falsch ist. Ja, falsch ist das, aber was?

Genau! Der Eskalator weiß nämlich nicht was falsch ist! Sonst könnte es der Destruktor zerstören und der Konstrukor wieder aufbauen.

So geht es trotzdem:

Wenn der Eskalator merkt das er eskaliert, sollte er zum Transformator werden, denn der eskaliert nur wenn er weiß warum und was er damit erreichen will, aber oft brennt er dann durch, weil er es nur aus eigener Kraft ändern will.

Nutze die Kraft dessen was zu ändern ist und eine Eskalation erzeugen könnte…

Und du wirst so wie es sein soll:

Der Harmonisator, oder der Kommunikator oder der, der sich dazwischen stellt.

So soll er sein, der Weltenheld!

Und wenn er so ist, dann ist er wieder so, wie er schon immer sein will,

ein Konstrukteur.

Was sagt ihr nun, ihr ahnungslosen Kopfonkels? Lasst mich bloß in Ruhe sage ich da. (am Dienstag einen Termin habe ich)

So Freunde, auch die der Nacht,

wir haben uns nun schon genug Spaß gemacht, warum sollte das nicht weiter so

sein?

Doch, wir waren

gemein,

haben alleine gelacht, solche Späße haben die Leidenden sicher nicht gerne gemacht

Da gabs krach…

Weil wer nicht lacht? Die Sonne? Haha!

Schluß damit!

Mein Tip zum Schluß, rechnet mit euch selber ab

bevor es jemand anderes tut.

So ja´ will, mag sein was will und kommen mag,

einen guten Tag!

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Danke und Entschuldigt bitte.

Dugarun, Gastbeiträge

Ich will, und vor allem, ich kann und ich weiß was ich schreiben will. Aber bin mir nicht sicher.

Also schreibe ich das, was ich am richtigsten finde.

Ich möchte mich erstmal bei allen Menschen, die auf dieser Welt jemals gewandelt sind, recht herzlich entschuldigen, und ein ganz lautes Dankeschön aussprechen.

DANKESCHÖN!!?

Warum? Nun, ich hätte das Licht ausmachen können, ich war der allerletzte auf der Welt. Für niemanden hätte ich es angelassen, außer für mich. Ich hätte es ausgemacht, wenn ich nicht gemerkt hätte, wie sehr ich es mag.

Ich hätte es nicht mögen können, wenn mich keiner gemocht hätte. Mich muss man nicht mögen können, ich schleime nicht, so bleibt auch keiner an mir kleben. Die, die mich mögen, die mögen mich sehr und die, die mich nicht mögen lassen mich in Ruhe und respektieren mich, obwohl ich so unverständlich für die meisten bin. Das ist gut so und hat mir sehr gut getan.

So erlangte ich die wichtigste Erkenntnis in meinem Leben: ich kann nicht das wegschieben, was ich nicht will, sondern ich muss mir das ins Leben holen, was ich will, so hat das, was mir nicht gefällt, irgendwann keinen Platz mehr in meinem Leben, dann ist es schön.

Seit ich so denke ist es schön.

Ich hätte es nie gelernt ohne euch, ohne unsere Geschichte und ohne uns. Ich hätte mein Licht aus machen können, aber eures nicht, so sehr hättet ihr auch mir nicht vertraut, obwohl es mir nie einer zugetraut hätte…

Also tausend Dank, das ihr mir mich gezeigt habt!

bis bald

euer Ensman…

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Inspiration als Gesellschaftskonzept

Dugarun, Gastbeiträge

In einer Freiheitsliebenden und nach Freiheit strebenden Gesellschaft kann das Ziel nur sein die Individuelle Freiheit zu erweitern bzw. zu erhalten. Die Freiheitsbewegungen die mit den demokratischen Revolutionen in Europa begannen, haben einiges erreicht auf ihrem langen beschwerlichen Weg. Darunter zählen die Überwindung der Sklaverei und Leibeigenschaft sowie die Einführung der Menschenrechte. Ziel dieser Bewegungen war immer nur die persönliche Freiheit des einzelnen über eine Form des Zusammenlebens zu garantieren die auf Toleranz und Solidarität aufbaut. Da man erkannte, dass Regierungsformen mit einem starken Mann an der Spitze nicht immer den erhofften Erfolg brachten, ging man dazu über die Macht aufzuteilen, die Gewaltenteilung ist ein wichtiges Konzept seit dem.

Eine Gesellschaft als ganzes gesehen kann nicht frei sein. Wo will sie denn hin? Zum Mars? Es kann doch immer nur das Individuum frei sein. Die Gesellschaft bildet den Rahmen der Freiheit. Denn da jeder seine Freiheit etwas anders formuliert, sind gewisse Regeln im Zusammenleben unerlässlich. So ergibt es sich schon aus der Idee, dass sich kein Mensch die Freiheit nehmen sollte einen anderen zu irgendetwas zu zwingen, außer dazu, das Erzwingen zu unterlassen. Eine Definition von Freiheit könnte so lauten:

Meine Freiheit hört da auf wo die der anderen beginnt.

Aus dieser Sichtweise ergibt sich der Zwang einer ständigen Grenzfindung im gesellschaftlichen Leben. So sollten gewisse Grenzen von vorne herein vorgegeben sein. Eine wichtige wäre zuerst einmal, dass jeder einzelne bei dieser Grenzfindung gleichberechtigt mitwirken kann. Unsere Demokratien garantieren Gleichheit vor dem Gesetz, zumindest in der Theorie. Dies erzielt aber nicht die Wirkung die man für eine effektive Grenzfindung benötigt. Die Gesetze – ich kann an dieser Stelle nur von Deutschland sprechen – sind für einen Normalbürger undurchschaubar, bei Grenzfindungsproblemen, also einem Gerichtsverfahren, muss sich der Bürger auf die Kompetenz seines Anwaltes verlassen und in der Praxis ist das nicht immer angebracht. So weiß jeder in Deutschland, dass der Bürger mit einem guten Einkommen sich auch einen guten Anwalt leisten kann und ein sozial Schwacher oft auf einen Pflichtverteidiger oder Gerichtskostenbeihilfe angewiesen ist und so automatisch seine Grenzen enger gezogen werden, schlicht nur deshalb, weil er die Regeln nicht kennt.

Der Gleichheitsgrundsatz ist der wichtigste Grundsatz der demokratischen Grundordnung. Die individuelle Freiheit folgt direkt nach. Wenn man den Menschen grundsätzlich als gesellschaftsfähig, friedlich und gemeinschaftlich betrachtet – was er zweifelsohne sein kann – dann bräuchte man eigentlich kein Gesetz sondern nur eine strikte Achtung des anderen Menschen und den Willen gemeinsam für allgemeinen Wohlstand zu sorgen. In der heutigen Zeit hat sich unter den Menschen eine Mentalität breit gemacht die diese Grundvoraussetzung – unbedingte Achtung voreinander –  immer mehr außer Acht lässt. Die Achtung wird zunehmend durch Geringschätzung ersetzt. Fast jeder „kennt“ Menschen die er geringschätzt ohne sie zu kennen. Dabei zeigt doch die Erfahrung ganz eindeutig, dass die Einteilung der Menschen in feste Gruppen nicht möglich ist. Jeder denkt ein bisschen anders, egal in welcher Gemeinschaft oder welcher noch so strebsamen und gleichgeschalteten Gruppe er agiert.

Bis heute schaffen es Menschen, sich die Freiheit zu nehmen, andere Menschen davon zu überzeugen ihre Freiheit abzugeben, um ihre Freiheit zu verteidigen bzw. zu erlangen und sei es erst nach dem Tod. Die Gleichschaltung im Handeln funktioniert noch genau wie früher. Das Denken aber lässt sich nicht so gut gleichschalten. Das hat den ganz einfachen Grund, dass jeder Mensch andere Voraussetzungen mitbringt und auch jeder seine eigenen Erfahrungen hat und beides dann in Kombination jeden Menschen einzigartig macht. Gesellschaftsformen die der Individualität nicht höchste Priorität einräumen, sind zum scheitern verurteilt. Über kurz oder lang wird sie daran scheitern, dass sich die Individualität durchsetzt und die Gesellschaft geht jämmerlich zugrunde. Jämmerlich deshalb, weil sich die Individualität nicht umfassend für jeden durchsetzt, sondern sich einzelne Individuen oder Gruppen aus Individuen durchsetzten und so die Gesellschaft zersetzten.

Dabei ist die Geringschätzung der anderen Voraussetzung. Wir kennen genügend Lehren aus der Vergangenheit und auch der Gegenwart die eine Geringschätzung – meist von Andersdenkenden – ohne weiteres zulassen. Diese Geringschätzung hat uns schon unermessliches Leid und Elend gebracht. Der Grund hierfür ist einzig die Erziehung der Kinder.

Wie oft sagt man einem Kind: „Das sind böse Menschen, geh´ da nicht hin!“

So wird der Grundstein dafür gelegt, dass Menschen Menschen als grundsätzlich böse betrachten können. So wirken dann die gebetsmühlenartig wiederholten Sätze der Politiker von den bösen Terroristen und der Achse des Bösen so wie sie sollen, nämlich einen Krieg zu rechtfertigen. Die allgemeinen Lehren besagen, dass der Mensch erzogen werden muss und dann erst zivilisiert sein kann. Dies scheint ein schwieriges Unterfangen, hat er doch in den letzten 5000 Jahren nichts gelernt und schlachtet sich munter weiter selber ab oder zwingt sich gegenseitig zu irgendwelchen Kasteiungen. Dieses Schlachten und Kasteien wird dann gerne mit Erziehung begründet. So kämpfen nun also die bösen Amerikaner mit ihren bösen Verbündeten gegen die bösen Terroristen. Man könnte zynischerweise bemerken, dass sie gemeinsam gegen das Böse kämpfen.

Ein Mensch ist nicht böse, er kann Böses tun, das sehr wohl, nur tut kein Mensch grundsätzlich nur Böses genau wie kein Mensch grundsätzlich nur Gutes tut. Die Gesellschaftsphilosophie die immer noch herrscht, mit Gesetz und Gewalt die Menschen zu Toleranz und Freiheit zu zwingen, scheint gescheitert. Es ist bei genauerer Überlegung und so direkt auf das Wesentliche konzentriert auch nicht verwunderlich, dass eine auf Zwang aufgebaute Gesellschaft nicht die Freiheit ermöglicht, die die Menschen für ihr persönliches Glück benötigen. Die Frage ob es Sinn macht einem Menschen Böses an zu tun weil er Böses getan hat scheint mir angebracht. Wir sperren einen Verbrecher einfach ein, lassen ihn alleine, trennen ihn von seinen Lieben – so er welche hat – und erwarten dann von diesem Menschen, dass er nach Jahren der Isolierung positiv auf die Gesellschaft zugeht. Es ist bekannt das die Rückfallquote recht hoch ist und es viele Menschen gibt die man getrost als Profiverbrecher bezeichnen kann. Da sind die Profikiller wie aus dem Krimi noch die wenigsten. Wir haben vom Tagedieb über Räuber bis hin zum Edeleinbrecher alles vertreten. Den Drogendealer betrachte ich in diesem Zusammenhang nicht als Verbrecher.

Es gab immer Menschen die mit unlauteren Mitteln versuchten sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei waren die Menschen immer sehr kreativ und nicht weniger gewalttätig. So erkämpfte sich die Kirche ihren Zehnten mit Gewalt und Kreativität, der König seine Steuern mit Gewalt und Robin Hood eroberte von den Reichen für die Armen mit Gewalt. Immer wurde versucht mit Gewalt die Gewalt zu beenden und zu rechtfertigen. Man muss kein Experte sein um zu erkennen, dass man so nie fertig wird, mit dem Rechtfertigen der Gewalt. Man spricht immer erkenntnisreich von der Spirale der Gewalt. Diese Spirale in Gang zu halten bzw. in Gang zu setzen scheint ein Ziel bestimmter Individuen zu sein, sie erhoffen sich Vorteile beim Grenzfindungsverfahren. Anders sind die Geringschätzungsversuche in aller Öffentlichkeit von oberster Stelle gegen ganz Völker und Bevölkerungsgruppen nicht deutbar. Die Demokratien scheinen ein Tummelplatz für Scharlatane, Betrüger und Großmäuler geworden zu sein. Der, der am lautesten schreit wird am besten gehört, das kann man verstehen, aber man muss doch nicht die Logik des Geschrieenen verstehen wenn diese zu Betrug oder gar Gewalt und Krieg führt. Schon gar nicht muss man dem Schreienden folgen, leider tun das viele immer noch.

Die Frage nach der persönlichen Idee, die dahinter steht, wenn ein einzelner sich anmaßt ein ganzes Volk oder Land führen zu können, ist höchst interessant. Denn es steht der Wille dahinter den anderen Menschen Regeln zu geben nach denen sie zu leben haben. An dieser Stelle kann man solche Versuche als vermessen und undemokratisch bezeichnen. Es ist eine Unsitte der Demokratien sich einen Präsidenten oder Kanzler zu geben, der zuweilen regiert wie ein Fürst. Eine Gesellschaft benötigt keine Regierung in dem Sinne, dass die Regierung sagt was Mensch und Gesellschaft zu tun haben. Denn wenn eine Regierung im heutigen Sinn aktiv ist, dann findet keine Grenzfindung sondern eine Grenzziehung statt die nicht selten als Willkür anzusehen ist. Eine Demokratie in der 70% dagegen sind und die dann trotzdem einen Krieg führt, hat den Namen Demokratie nicht verdient. Deutschland befindet sich in einer Art Gruppen- oder Wertediktatur. Eine Mischung aus beidem. Einzelne Gruppen ziehen sich einzelne Werte aus dem „Katalog“ und kämpfen dafür. Das nennt man Ideologie, sich einzelne Werte unter Missachtung der anderen rauszusuchen und diese auf biegen und brechen durchsetzen zu wollen.

Eine Gesellschaft sollte Idealen folgen, nein, der Mensch sollte Idealen folgen und die Gesellschaft den Menschen. Die wenigsten Menschen haben als Ideal die Unterdrückung anderer. Die meisten wollen nur ein schönes ruhiges Leben mit viel Spaß und Sonnenschein. Dieser Wille zum entspannten Leben ist der Grund warum die Demokratien eingeführt wurden. Kurz nach ihrer Entfaltung sah man auch wie die Künste und das Streben nach Schönheit aufblühte genau wie damals zu Zeiten der alten Demokratien in Griechenland oder Rom. Die Toleranz und die Gegenseitige Achtung brachte es mit sich, dass man auch mehr gesellschaftlichen Kontakt miteinander pflegte und die Klassengrenzen etwas durchlässiger wurden. Es ist nicht notwendig, wie Marx es dachte, die Menschen materiell gleich zu machen um gesellschaftlichen Frieden zu schaffen. Es ist notwendig eine angeregte Kommunikation der Klassen untereinander zu schaffen um einen gemeinsamen Weg zu ermöglichen in dem jeder genug Platz hat seinen eigenen zu gehen. Es gibt in der Gesellschaft keinen Strang an dem alle ziehen müssen. Das ist ein Irrglaube. Das einzige was zählt ist das Individuum. Alleine die Existenz einer solchen Machtbündelung birgt größte Gefahren für das Individuum. Freiheit garantiert solch ein Strang garantiert nicht.

Anstatt sich, wie in den letzten Jahrtausenden, ständig einem Kampf gegeneinander auszusetzen sollte man versuchen sich gegenseitig zu inspirieren. Denn nur Inspiration bringt die Gedanken in neue Gefilde, nur Inspiration ist in der Lage in einem Menschen etwas zu bewirken, ihm etwas zu lehren eine eigene Erkenntnis zu bringen. So sollte die Gesellschaft versuchen ihre Verbrecher so zu inspirieren, dass der Verbrecher sein eigenes Handeln selbst als falsch erkennen kann und so eine Wiederholung der Tat unwahrscheinlich wird.

Menschen sind so inspirierend, schaut man sie an findet man an jedem etwas interessantes, was es wert ist, genauer betrachtet zu werden. Und das nicht nur am Kleidungsstil, obwohl dies ein gutes Beispiel ist bei dem man das Konzept der Inspiration gut beobachten kann. Und mal ehrlich, von Natur aus laufen Menschen am liebsten nackt durch die Gegend.

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Unbeschreiblichkeiten

Dugarun, Gastbeiträge

Unbeschreibliche Zeiten versuche ich zu beschreiben, dabei beschreibe ich nicht mal Papier nur eine Festplatte. Wer soll das lesen? Wieso schreibe ich ohne zu beschreiben, da fängt das Drama schon an. Es wird geschrieben und geschrieben und nichts beschrieben dabei, manchmal noch bedruckt, aber so richtig beschrieben? Wie soll man dieses Kuriosum beschreiben? Da schreibt man ohne zu beschreiben und man weiß nicht wie man es noch beschreiben soll, dabei versucht man doch zu beschreiben. Ich könnte versuchen zu beschreiben wie ich versuche mit meinem Kuli den Monitor zu beschreiben. Dann kann das aber auch keiner lesen, wenn der Monitor aus ist. Unbeschreiblich.

Jedenfalls ist die Zeit wie ein Strich in der Schrift und das ist das Problem. Auf dem Bildschirm gibt es nur Punkte, es ist nicht möglich lineare Darstellungen zu geben. Eine Zeitlinie aus Punkten beschrieben? Wohl eher magnetisiert als beschrieben. Verrückte Zeiten, alles wird magnetisiert, überall. Wenn die Elektronen den Magnetismus mal nicht mehr so anziehend finden, werden wir wohl nicht mal mehr wissen wie spät es ist. Das wäre vielleicht auch besser. So langsam wird die Zeit nämlich ungemütlich. So unbeschreiblich hektisch und ziellos. Die hektische Ziellosigkeit ist schon paradox, keiner weiß wohin aber alle durcheinander und das immer schnelller, sodass man schneller mit 3 ‚L’ schreiben möchte, ich tat es schon. Rette sich wer kann und mich bitte gleich mit. Kann Zeit zu spät sein? Zeit kommt und geht, doch kann sie zu spät kommen oder gehen, oder sogar zu früh? So ein Quatsch, die Zeit selbst wird doch keine Zeit kennen, also kann sie auch nicht zu spät kommen, sie ist einfach da und fertig. Ob die Zeit Zeit hat? Und wenn ja wie viel? Egal…

Ich kann zu spät kommen, plötzlich ist die Zeit da und ich sitze immer noch hier rum. Wo wollte ich hin? Ach ja, ziellos in der Zeit. Hatte ich einen Termin? Wozu? Zur Terminierung? Die Verzeitlichung! Wie passt es ihnen übermorgen so gegen 2 Uhr? Weiß ich doch nicht, frag mich übermorgen gegen 1 Uhr 30 noch mal. Das ist zeitweise ganz schön belastend. Halt, übermorgen um 2 Uhr habe ich schon einen Frisörtermin zur Haarterminierung, wie die Zeit vergeht, mir kommt es so vor als würden meine Haare immer schneller wachsen obwohl es immer weniger werden. Also übermorgen geht erst ab 4 Uhr. Man müsste halt mehr Zeit haben, dann könnte man mehr schaffen und es wäre nicht so schlimm wenn die Haare schneller wachsen, aber so bringt das doch noch mehr Probleme. Ist überhaupt Vollmond? Es geht doch nicht nur mir so. Also entweder brauchen wir mehr Frisöre oder längere Haare. Wer hat schon mehr Zeit als er verbrauchen kann? Mancher hat mehr Uhren als er tragen kann aber deswegen nicht mehr Zeit, wie blöd aber auch.

Naja was soll `s, ich leg´ mich wieder hin…

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Der politische Mensch

Dugarun, Gastbeiträge


Es gibt Menschen die sind politisch engagiert, interessiert und organisiert. Die politische Meinungsbildung wird heutzutage in vielen Ländern in einem Parteien System organisiert. Die Parteien erarbeiten ein Konzept zur Staatsführung, oft auf der Basis von theoretischen ideologischen Systemen. Seltsamerweise ist zu beobachten, dass Parteien die einer bestimmten politischen Ideologie folgen, bei ihren Anhängern bestimmte Gemeinsamkeiten in Charakter und Umgang mit politisch Andersdenkenden auftreten.

Ich möchte hier einige meiner Beobachtungen beschreiben:

Der Nationalsozialist:

Der Nationalsozialist, allgemein als Nazi bezeichnet, verhält sich, getreu seiner Ideologie, vollständig untergeordnet, es zählt nur die Sache. Er selbst nimmt sich persönlich nicht ernst, er vertraut auf die Ideologie und seine Führer. Er ist bereit persönliche Opfer zu bringen ohne zu fragen. Recht ungewöhnlich mutet die Tatsache an, dass ein typischer Nazi einen ungewöhnlich starken Stolz auf sich, seine Sache und natürlich sein Land aufweist. Gerade der Stolz auf sich selbst ist aber bei genauerer Betrachtung bei solch hörigem Verhalten eher unangebracht und dient letztlich zur Selbstwerterhaltung. Ein Aussteiger-Nazi hat deshalb einen langen Weg der Selbstverachtung, Selbsterkenntnis und schließlich wieder Selbstachtung und Selbstwertgefühl hinter sich.

Der Nationalsozialist geht mit politischen Gegnern sehr hart um, er ist bereit sie auch ohne zu reden Mundtod zumachen. Es geht um die Sache und die ist richtig und die muss durchgesetzt werden um die Welt und das Volk zu retten, Menschen scheinen keine Rolle zu spielen. Andere Meinungen werden verboten oder bekämpft und nicht toleriert, so dass der Nazi selbst schon keine eigene politische Meinung hat, er folgt einer abstrakten Idee. Entsprechend ist ein typischer Nazi eben auch für einen Nicht-Nazi ein typisches Arschloch. Diese Sichtweise verschärft dann die Konflikte noch, dies lässt sich aber nur schwer vermeiden, denn da ist auch noch

Der Christdemokrat:

Der Christdemokrat, ist wie der Name schon sagt ein christlicher Demokrat. Das klingt sehr angenehm, erinnert es doch gleich an den guten Herrn Jesus und die große demokratische Freiheit. Der Christdemokrat versucht den Spagat seine geistlich christlichen Werte in die weltliche Welt zu übertragen. Er scheint vergessen zu haben, dass dies schon immer fatale Folgen hatte, wenn die Religionen den Staaten ihre Prämissen geliehen haben. Nun versucht er mit Gesetzen und ordnungspolitischen Maßnahmen die christlichen Werte des Herrn Jesus umzusetzen. Sagt Jesus nicht: Richtet nicht auf das ihr selbst nicht gerichtete werdet? So beruft sich der Christdemokrat ausdrücklich auf die Religion und nicht auf Jesus, sonst könnte er keine Gesetze verlangen.

Der Christdemokrat geht mit politischen Gegnern, solange sie nicht zu lästig werden, durchaus demokratisch um. Sieht er aber seine Überzeugungen in Gefahr werden seine Methoden oft unchristlich und tiefschlagartig. Er lässt dann nichts unversucht den politischen Gegner als Person oder gleich die ganze Gruppe als unwürdig zu diffamieren, um an der Sache selbst vorbei zu reden. Der einzelne Christdemokrat hat schon eine eigene Meinung, die aber in der Regel nur um ein halbes Prozent von dem abweicht, was die Führungsriege beschlossen hat. Der Bezug zu christlichen Kirche ist in sofern problematisch, dass die Kirche über Jahrhunderte hinweg ihre eigenen Werte mit Füßen getreten hat und heute noch immer nicht vollständig und umfassend danach handelt. So hat der Christdemokrat den Bock zum Gärtner gemacht und kämpft wie ein Stier gegen den größten Feind in der Arena

Der Liberale:

Der Liberale ist liberal demokratisch. Er ist der politische Arm des großen Wirtschaftssystems Kapitalismus. Der Neoliberalismus nach Friedman und Smith sind die Grundlagen der Wirtschaftsideologie des Liberalen. Er ist für alles was die Wirtschaft nach vorne bringt und dies lässt er sich auch gerne von der Wirtschaft vorsagen. Der Liberale ist ein schwieriger politischer Partner ist er doch nicht sehr Kompromissbereit, schreit wie am Spies und hat auch noch die Wirtschaft hinter sich. Er findet immer jemand der seine Meinung bestätigt und bezahlt.

Möchte man persönliche Geltungssucht befriedigen und wirtschaftlichen Erfolg, auch nach der politischen Karriere garantieren, ist man bei den Liberalen gut aufgehoben. Man bekommt seine Meinung, die man zu haben hat, im Vierfarbdruck vordiktiert und muss nur noch auswendig lernen, einfacher kann man es nicht haben. Ein bisschen Mut zur großen Schnauze und man kommt ganz schnell ganz weit nach oben. Entsprechend einfach und zweckmäßig gestaltet sich der Umgang mit den Gegnern, nützt er wird er voll vereinnahmt spricht er dagegen wird er vollkommen abgelehnt. Etwas schwieriger hat es da

Der Sozialdemokrat:

Der Sozialdemokrat ist sozial und demokratisch und ideologisch etwas unabhängiger. Ein echter Sozialdemokrat ist überzeugt davon, dass eine Welt mit Wohlstand für alle möglich ist und gemacht werden sollte. Er ist Demokrat und kann Kompromisse eingehen, er ist ein gern gesehener Koalitionspartner, einer mit dem man Pferde stehlen kann – sozusagen. Er möchte aufrichtig für Land und Leute durch die politische Landschaft gehen. Jetzt hat der Sozialdemokrat aber ein Problem, er hat keine feste Ideologie, keine richtige Grundlage. Eigentlich kommt man aus dem Sozialismus aber man will Sozialismus im Kapitalismus und versucht diesen Spagat.

Der Sozialdemokrat ist ein guter Demokrat, er kann austeilen, einstecken und will immer an die Macht. Er kämpft zwar auch mit allen Mittel, nur ist er meist zu ungeschickt und wird oft ertappt bei dem Versuch ein wenig undemokratisch nachzuhelfen. So findet man bei Sozialdemokraten zuweilen tatsächlich einzelne die demokratisch richtig arbeiten, weil sie erkannt haben, dass sie die richtige politische Arbeit nicht können. Der Sozialdemokrat hat schon eine eigene politische Meinung die aber von den ganzen Kompromissen zerrissen im Parteiprogramm nicht mehr zu finden ist, die fehlende Ideologie scheint doch erheblich zu fehlen. Ganz anders verhält sich da

Der Ökodemokratiker

Der Ökodemokratiker ist ein Demokrat der für eine ökologisch Sinnvolle Demokratie eintritt. Ich nenne ihn Demokratiker weil er so leidenschaftlich demokratisch alles ad absurdum diskutiert und dabei nur die Diskussion als Sinn versteht. Lösungen sind, solang sie grün angemalt werden, für den Ökodemokratiker nicht interessant. Es geht um die „Sache“ wie beim Nazi nur ist keine „Sache“ genau definiert, also ist alles „Sache“ was nach Öko klingt. So kann man die Ökodemokratiker ganz leicht mit grünen Farbbeutelchen bewerfen und dann machen die alles mit. Eine nette kleine Truppe zur Mehrheitsbildung in einem Parlament.

Die Ökodemokratie ist eine gute Variante für die, die nicht tatenlos zu sehen wollen aber keine eigene Meinung haben und die Natur naturgemäß lieben. Es ist sehr nobel den Naturschutz als oberstes Gebot zu wählen, doch passiert es dann schnell den Menschen zu vergessen, der den ganzen Spaß erarbeiten, wählen und vor allem schützen soll. Der Ökodemokratiker ist zu allem fähig aber zu nichts in der Lage. Da hat der Weltverbesserer der Herzen sicher mehr zu bieten,

Der Sozialist

Der Sozialist oder wahlweise auch Kommunist, hängt stark an der alten marxschen Idee der Gesellschaft ohne Klassen und materielle Unterschiede der Menschen, ach, was für ein Traum. Der Sozialist ist allen ernstes der Meinung es ist möglich allen Reichtum gleichermaßen auf alle zu verteilen, ohne dass dabei Streit entsteht. Er hat ein ganz großes festes Ziel und alles was diesem Ziel entgegensteht ist für den echten Sozialisten des Bekämpfens würdig. Wie der Nazi ist der Sozialist ein Ideologe der die Idee seiner Person vorzieht und gerne Opfer bringt auch wenn es die der anderen sind.

Die Sozialisten sind eher ungeliebte Demokraten, ist doch ihre Ideologie so gestrickt, dass sie doch kaum eine freie Willensbildung der Bevölkerung zu lässt, denn damit die Sache auch läuft müssen alle mitmachen. Die politische Meinung gibt es, schwer verdaulich, in dicken uralten Wälzern zur Heimlektüre verordnet. Als Sozialist kann man auf den einzelnen keine Rücksicht nehmen und so verhalten sie sich auch gegenüber ihren politischen Gegnern. Mit Sozialisten kann man nur Sozialismus machen, da führt kein Weg daran vorbei.

Nach diesen erschreckenden Beobachtungen kam ich für mich zu dem Schluss, dass unsere Demokratieform eine üble Art der Staatsführung ist. Es ist so, dass die aller wenigsten politisch Aktiven den Eindruck machen ein persönliches Interesse zu vertreten. Sie tun alle so als würden sie das Interesse des Volkes vertreten, dabei kann man oft persönliche Inkompetenz oder einfach nur gelangweiltes Desinteresse beobachten. Der Hauptantrieb für einen Politiker heute ist die persönliche Geltungssucht und ein abstraktes Machtinteresse. Frau Merkel scheint wirklich zu glauben sie habe Macht, oder reicht ihr schon das Blitzlichtgewitter um persönliche Zufriedenheit zu erlangen?

Ich konnte mich nicht für eine Partei entscheiden und entschied mich in eine außerparlamentarische Opposition mit dem Ziel der Abschaffung des Partei-Systems einzutreten, hier bin ich. Ich bin der Meinung wenn die Diskussion die Grundlage der Demokratie ist dann gehört sie ins Parlament und nicht nur an den Stammtisch. Im Bundestag wird nicht diskutiert, das was man als Diskussion verkauft ist ein runterleiern der schon vorher völlig klaren Argumente und die Abstimmung ist meistens nur noch Formsache. Die Entscheidung selbst fällt hinter verschlossenen Türen und ist oft über einen nicht anders zu bezeichnenden Kuhhandel zu Stande gekommen, eine einzige fortlaufende Pharse voller fauler Kompromisse. Die meisten politischen Entscheidungen waren nicht nur murks sondern auch gegen jede Vernunft und an das Volk braucht man gar nicht erst denken. Unsere Demokratie macht nur Dinge die sie durchbringt und nicht die, die am Besten wären. Komisch finde ich an dieser Stelle, dass alles Unmögliche irgendwie durchgeboxt und alles Realistische als Utopie verleumdet wird. So geht das nicht weiter sonst:

Gute Nacht da draußen, was immer ihr sein mögt.

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Der Weg zur Entscheidung und ich

Dugarun, Gastbeiträge

Man hat ein Problem und möchte es lösen, jeder kennt dieses Problem. Wir haben es alle jeden Tag, wir müssen Entscheidungen treffen. Wer kann schon entscheiden wie man Entscheidungen trifft?

Man sollte erstmal die Möglichkeiten durchgehen, man kann aus dem Bauch, also aus Gefühl, entscheiden oder rational, also mit dem Verstand, entscheiden. Andere Möglichkeiten hat man nicht, aber Moment hat MAN nicht? Wer ist „man“ wenn „man“ auch mit dem „Bauch“ entscheiden kann? Die Wissenschaft also die Gehirnforschung behauptet doch das Bewusstsein, also das ich, entsteht im Gehirn, also irgendwie aus dem Verstand und dem Denken. Doch wie kann ein Mensch aus dem Bauch entscheiden? Man entscheidet aus Gefühl, wenn man verliebt ist, wenn man Angst hat, wenn man euphorisch ist oder auch wenn man zu sehr hasst oder wütend ist usw.

Man entscheidet aus Verstand wenn man eine Versicherung abschließt, ein Brot einkauft oder viele andere Entscheidungen auch. Doch es gibt auch viele Entscheidungen die von beiden Gefühl und Verstand getroffen werden. Der Kauf eines Autos zum Beispiel, die Wahl der Farbe oder der Sitze ist eine Sache des Gefühls, es geht um gefallen, wobei die Größe und das Alter der Verstand bestimmt, es geht ums Geld. Wer entscheidet dann also? Wenn man ein sehr schönes Auto haben könnte, dieses recht teuer ist, man es sich aber gerade noch leisten könnte, wer entscheidet? Gibt es nicht die dritte Kraft des Bewusstseins die letztlich die Entscheidung trifft? Das Bewusstsein bildet sich aber aus dem Verstand, wie gesagt, warum dann aber der Unterschied in der Entscheidung? Die meisten Dinge kann der Verstand nicht entscheiden. Er kann nur verschiedene Möglichkeiten beschreiben aber welche besser sind kann er nicht sagen. Nur Dinge die komplett zu berechnen sind kann er, vielleicht, eindeutig vorgeben, daher kommt wohl unsere Vorliebe für Statistiken.

Wir kennen alle das Gefühl, wir wollen etwas haben aber der Verstand sagt: ‚ich kann es mir nicht leisten.’ Wie kommt das? Wieso sagt uns ein Teil ‚das will ich’ und der andere lapidar ‚geht aber nicht’. Mein Verstand hat noch nie gesagt: ‚Das will ich!’ Er hat mir immer nur gesagt: ‚So kriege ich es! Oder so nicht’ selten sagt er mal: ‚ich brauche das’ Es ist immer das Gefühl welches ein Verlangen auslöst.

Wenn mein Gefühl das Verlangen auslöst, muss es doch am besten wissen wie es zu befriedigen ist. Wieso erzählt man mir dann ich soll auf meinen Verstand hören? Wieso soll ICH überhaupt hören auf etwas von MIR? MUSS das etwas von MIR nicht auf MICH hören? Ey, wenn ich irgendwo der Chef bin, dann in mir! Da kommt keiner rein, wenn ich das nicht will. Warum sollte ICH, der CHEF, auf mein Gefühl oder meinen Verstand hören? Das ist doch Blödsinn, wie viele Firmen sind wegen falscher Beratung in die Pleite gegangen?

Jetzt wissen wir schon einmal wer entscheiden sollte nämlich ICH. Da sind wir schon etwas weiter. Jetzt sagt das Gefühl: ‚her damit’, dann sagt der Verstand: ‚gehört mir nicht, geht nicht, musste klauen.’ Dann sagt das Gefühl wieder: ‚Los, klaus!’ dann sagt der Verstand: ‚Ich heiß nicht Klaus, ach so klauen, nein, dann werden wir eingesperrt.’ Und das ICH steht da und weiß nicht was es machen soll. Je weniger Erfahrungen es hat umso weniger kann es entscheiden. Man könnte aber versuchen herauszufinden was das Gefühl uns sagen will und was es wirklich will oder warum es überhaupt etwas will, wo wir doch schon fast alles haben.

Das Gefühl „sieht“ etwas und sagt: ‚ja’ oder: ‚nein’, der Verstand sagt, ‚Hm, na ja, also, wenn man es so sieht aber dann, also ich weiß nicht…’ Und ICH? Ja ICH, ICH bin doch CHEF!

Also,

Ich CHEF, entscheidende und oberste Kraft und höchster Souverän meines Inneren, entscheide, nur Entscheidungen, die mein Gefühl mir sagt und mein Verstand mir nicht verbietet, zu treffen. Oder andersrum.

Puh…Das wäre schon mal durch. Es muss ja ein bisschen offiziell klingen, wir sind ja in Deutschland, nicht dass mein Verstand auf die Idee kommt man könnte einen Anwalt einschalten und wenn sich mein Gefühl betrogen fühlt….

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