Laßt uns die Welt retten!

Dugarun

„Juhuu! Die Welt retten! Ich bin dabei, jawollja.“

Wo anfangen, und wie? An Symptomen rumdoktern? Das kann’s nicht sein. Begreifen wir den Planeten als lebendigen Organismus, können wir nicht einfach alle Gliedmassen sedieren, einwickeln und schlußendlich amputieren, die irgendwie aua tun. Es gilt, das gesamte Wesen zu erkennen und zu heilen.

Was sind die Ursachen für die meisten Krankheiten? Ein Ungleichgewicht im Lebensstil – Ernährung, Drogenkonsum, allgemein die Wertschätzung für die Wunder des Seins und das Dasein des Universums. Wenn das Gleichgewicht wiederhergestellt wird, gesundet der Organismus.

Doch das Menschheitskollektiv verhält sich wie ein Junkie, wenn’s um Energie geht und zieht sich fossile Brennstoffe rein, um in Bewegung zu bleiben. „Ich geb‘ Gas, ich will Spaß“ von Markus wurde schon immer als Drogenlied begriffen, „Mutter, der Mann mit dem Koks ist da“ von Falco und „Kerosin“ von Rammstein drehen die Daumenschrauben des Erkennens nur fester: wir sind voll drauf, und wir brauchen eine Entziehungskur. Ab und zu ein Kick ist vollkommen in Ordnung, denn begreifen wir Drogen als Therapeutikum bzw. Bestandteil bestimmter Riten, so, wie Tabak von den Indianern nicht schachtelweise weggequalmt wurde, stehen uns damit ganz neue Bewußtseinserweiterungen zur Verfügung.

Die Welt funktioniert nicht binär, schwarz und weiß, gut und böse – es gibt Graustufen und Abhängigkeitsverflechtungen. Ideen und Informationsbits reisen mit annähernder Lichtgeschwindigkeit um den Erdball – ein Novum in der Geschichte. Das Internet gleicht mit dem Grad seiner Vernetzung dem Schub von Neuronenverbindungen eines Ungeborenen im letzten Schwangerschaftsmonat. Das Ideengefüge der Weltgemeinschaft basiert viel zu sehr auf einem veralteten Betriebssystem. Kann dieses nicht einfach gelöscht werden?

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Nein – nicht, weil die Strukturen zu festgefahren sind. Geschichte lehrt, daß gute Ideen immer ihren Weg fanden. Darum sollte jede Bemühung, die Welt zu retten, der Einschleusung eines Virus in die Welten-Matrix gleichen. Jesus, Buddha, Ghandi, Einstein, Martin Luther King und andere haben vorgemacht, wie es geht. Ihre Saat beginnt, Früchte zu tragen, und „an ihren Früchten werdet Ihr sie erkennen“: die Saat der Liebe bringt nicht hungernde Kinder hervor, die Saat des Friedens bringt keine Foltergefängnisse hervor, die Saat der Freiheit bringt keinen Überwachungsstaat im Namen der Sicherheit hervor.

Wer sind wir, mit dem Finger auf die bösen Politiker, Wirtschaftsbosse, Religionsführer, Generäle, Bankiers und sonstigen Kriminellen zu zeigen? Wären wir in der gleichen Lage nicht zu ähnlichen Kompromissen mit unserem Gewissen bereit? Die Frage stellt sich nicht für den, der reinen Herzens ist, denn ein solcher Mensch könnte im bestehenden System gar niemals in diese Position gelangen (siehe das Peter-Prinzip: „In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen“). Das bestehende System läßt nur ein gewisses Maß an Widerspruch zu, gerade weil es vom Widerstand lebt und von diesem vorangebracht wird. Jede Revolution diente nur der kurzfristigen Befriedung des „Volkes“, zementierte schlußendlich jedoch die von Wahnvorstellungen getriebenen Ideen korrupter, machtgeiler und ichbezogener Psychopathen. Wer könnte aufrecht gehen und dennoch für höhere Ämter vorgeschlagen werden, wer ohne Seilschaften und Abhängigkeiten und falsche Versprechungen im Politikbetrieb an eine Position gelangen, die Dinge zu verändern? Doch ach, wir alle haben Fehler und Schwächen und sind nur allzugern bereit, auf deren Klaviatur die Melodie der Korruption spielen zu lassen.

Das Paradox, das erkannt zu haben den Menschen über die uns bekannte Tierwelt erhebt, ist: die Vergangenheit zu kennen, doch nicht ändern zu können – die Zukunft nicht zu kennen und doch immensen Einfluß auf diese zu haben. Wie sollte der Einfluss eines jeden einzelnen aussehen? Bemühen wir doch einen der vielgerühmten Weisen der Aufklärung: Kant. Handeln wir so, daß unser Tun jederzeit Gebot für die Menschheit werden könnte. Laßt uns so tun, als wäre die Welt, wie wir sie uns wünschen, schon lange da. Die Wahrheit ist: jeder einzelne von uns gestaltet die Wahrheit zu jedem Zeitpunkt mit. Durch seine Gefühle, denn die Gefühle bestimmen die Gedanken, Gedanken bestimmen Worte, Worte Taten, Taten Gefühle. Wie wollen wir uns fühlen? Glücklich, erfüllt und stark, frei, liebend und geliebt, kreativ, voller Tatendrang? Was hindert uns? Die Bombardierung mit schlechten Nachrichten, schlechtgelaunten Mitmenschen, dem Drohbild einer immerandauernden, diffusen Gefahr vor Seuchen, einem nuklearem Holocaust, unserem Nachbarn, dem nächsten Album von Tokio Hotel, einer übermächtigen Verschwörung von subversiven Illuminaten, dem Tod? All unsere Ängste. Die Gedanken sind nicht frei.

Konzentrieren wir unsere Gedanken auf das, was Freude bereitet. Schauen wir uns Bilder vom Hubble-Teleskop an, Sonnenuntergänge, Freunde, Haustiere, Hobbies, Träume, Wünsche, Hoffnungen, Ziele. Eine Welt, besser als die, die wir vorgefunden haben. Freilich sorgen wir uns. So, wie es ist, kann es nicht weitergehen. Wird es auch nicht. Wir Menschen sind nicht „nunmal so“, wir sind eine ganz wunderbare Spezies im Vergleich zum Beispiel mit… äh, ich will jetzt kein Tier beleidigen, die meisten Tiere finde ich ziemlich cool, aber sagen wir mal – Bonobos. Okay, die ficken den ganzen Tag, aber ob die sich Gedanken über die Transzendenz der Zahl Pi machen? Wohl kaum.

Wohin soll unser Weg führen? Laßt uns Wegweiser setzen, so wie einst die alten Weisen. Noch immer versuchen wir, ihren Wegen zu folgen, vielleicht laufen wir deswegen nicht mehr in voller Kampfmontur durch den Busch und bilden uns was drauf ein, „zivilisiert“ zu sein, doch verdammt, die konnten auch nicht durch den Wald gucken. Uns stehen ganz andere Wege offen. Wir können eine Welt schaffen, auf der kein Mensch hungern, kein Tier von Menschenhand leiden, keine Ressource verschwendet, keine Natur zerstört, kein Kind in den Krieg zu ziehen gezwungen werden muß. Ja, es hört sich bekloppt an, doch ich glaube daran. Bald schon werden wir mit 9 Milliarden Menschen am virtuellen Stammtisch sitzen, uns zuprosten, langes Leben wünschen und erleichtert lachend den Kopf schütteln über den ganzen hirnverbrannten Unfug, den unsere Vorfahren verzapft haben.

Krieg, so ‚ne Schnapsidee, wird dann einer sagen. Der Typ gegenüber muß lachen, dann fällt ihm ein Song ein, und dann singen alle zusammen:

Ein bisschen Frieden…

Nun mag jemand sinngemäß einwenden: „Ich kann mich doch nicht bequem nach hinten lehnen und mir den Sonnenuntergang angucken, wenn ich genau weiß, das zur selben Zeit Hunderte von Kindern elendig verhungern oder auf brutalste Art umgebracht werden – wenn zeitgleich Tausende Frauen und Kinder vergewaltigt und deren Väter und Brüder getötet werden… wir sind nunmal nicht allein auf diesem Planeten!“

Korrekt. Was soll man dem auch entgegensetzen außer all dem Leid, das der Erdenbevölkerung tagtäglich widerfährt, all das Unrecht und die Probleme, mit denen wir uns heute konfrontiert sehen und an denen noch unsere Kindeskinder scheitern werden, wenn wir sie nicht baldigst in Angriff nehmen: Bodenversiegelung, Artensterben, Zerstörung der Tropen, Meerverseuchung, Überfischung, Korruption, Verbrechen, Analphabethismus, Diktaturen, Tyranneien, Demokratien, asoziale Marktwirtschaft, Beschneidung von Frauen, Folter, Völkermord, Versteppung, Gletscherschmelze, Sprachsterben, Erderwärmung, Kulturverlust, Internetkriminalität, Luftverpestung, Walfang, Massentierhaltung, nukleare Bedrohungen, Despotismus, saurer Regen, Waldsterben, Mediengleichschaltung, Hunger, Krieg, Seuchen, Krisen, Erdbeben, Tsunamis, Ozonloch, Terrorismus, Fanatismus, Bildungsschwächen, Landflucht, Peak Oil, Atommüll…

Also, edler Weltenretter/ritter, auf ins Gefecht!

Halt, bleib hier. Schonmal von Don Quichote gehört?

Ich erlaube mir – rein aus rhethorischen Gründen – meine Eingangsfrage ein drittes Mal zu stellen: wo anfangen?

Wenn ich sage, daß wir in uns selbst beginnen müssen, unsere Welt zu retten, ist das nicht als apathische Waffenniederlegung zu verstehen, sondern eine Kampfansage an die größte, mächtigste und am unüberwindbarsten scheinende Bedrohung für diesen Planeten überhaupt: uns selbst. Unsere eigenen ungezügelten Triebe und Begierden sind es, die die Welt kaputtmachen und für all das Leid verantwortlich sind. Fährst Du Auto? Trinkst Du Kaffee? Stehst Du auf Döner? Hast Du eine Gasheizung? 60-Watt-Glühlampen? Fernseher auf Standby-Modus? Sparspülung?

Wieder: versteh‘ mich nicht falsch, ich lass hier nicht den Pharisäer raushängen – ich kann auch nicht all diese Punkte verneinen, ich wünschte, ich könnte und würde als Engel auf Erden weilen und mit ein bisschen Glück und einem langen Gewand vielleicht den auf die Erde zurückgekommenen Jesus spielen. Kann ich nicht. Ich arbeite dran.

[dittsche]so, jetz komms du[/dittsche]

Ich hab‘ ‚nen Arsch voll Respekt vor allen, die sich ehrenamtlich, in ihrer Freizeit, evtl. sogar unter Aufbietung persönlicher finanzieller Mittel einsetzen, die Nöte dieser Welt zu beheben, zu versorgen und zu flicken. Und trotzdem wünsche ich ihnen eines: daß sie arbeitslos werden. Schlicht und einfach, weil es all diese Nöte nicht geben muß, wenn wir Wohlstandskinder mal verzichten und mit „denen da unten“ teilen würden, und damit meine ich nicht verschämte Betroffenheitsüberweisungen an „Werde-Pate“-Spendenkonten.

Ich meine damit wirklich, unser extensives Wissen um Wirtschaftskreisläufe, Natur, Technik, Informatik, Biologie, Kommunikation undsoweiter dafür einzusetzen, daß die sich demnächst auf 9 Millarden Individuen einpendelnde Völkergemeinschaft einigermaßen cool nebeneinander herleben kann. Vielleicht – hoffentlich sogar – mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, doch überall mit einem annähernd vergleichbaren Maß an Gerechtigkeit, Glück, Frieden und Freiheit.

Das ist es doch, was Karl Marx und Paul Lafargue eigentlich zu sagen versuchten, bevor ihre Ideen und Ideologien von den Tyrannen des Realkommunismus verwässert, zerpflückt und pervertiert wurden: in Anbetracht der Industrialisierung, der sie Zeitzeuge wurden, erkannten sie die Möglichkeiten. Wo vorher zehn Mann arbeiteten, wirkte nun eine Maschine, die nur von zwei Mann bedient wurde – und die anderen acht waren arbeits- und mittellos. Was für ein Blödsinn! Anstatt alle daran werkeln zu lassen, damit sie hingehen und ihre Familie, Freizeit und Hobbies genießen können, ihre Seele zu erquicken in ihrem eigenen Garten, sodaß er reiche Frucht hervorbringe. Stattdessen macht der eine unbezahlte Überstunden, aus Angst, ihren Job an den anderen zu verlieren, der auf der Suche nach Arbeit und Einkommen verzweifelt und sich zwangsläufig vor dem Fernseher der Lethargie und dem suizidalen Gefühl allgemeiner Nutzlosigkeit hingibt. Jeder Mensch ein Künstler! Wir haben die Mittel, kennen die Wege, wenn da nur nicht im Namen der kapitalistischen Wertschöpfung und unter Vortäuschung falscher Tatsachen jahrzehntealte, zum Teil gar jahrhundertealte Erkenntnisse, Arzneien, Erfindungen und Errungenschaften in den Schubladen von patentklagefreudigen Großkonzernen oder auf dem Jahrmarkt der esoterischen Spinnereien verschimmeln würden – ich rufe Nicola Tesla, Viktor Schauberger, Masaru Emoto und Wilhelm Reich in den Zeugenstand, ich verweise auf die Ideen zur alternativen Gewinnung elektrischer Energie und selbst Kleinigkeiten wie das Wirbelrohr, ich fordere auf, nach Earth Ships zu googeln! Doch stattdessen ergehen sich die Priester der neuen Wissenschaftsreligion in für die Welt zur Zeit vollkommen unmaßgeblichen Phantastereien über den Ursprung des Universums durch einen großen Knall aus dem Nichts und lassen in kostspieligen Experimenten immaterielle, vielleicht gar imaginäre Teilchen miteinander kollidieren, um ihre nur der kleinen Elite aus Fachidioten noch zugänglichen Hypothesen zu „beweisen“. Doch auch diese beklagenswerte Nichtergreifung vielversprechender Gelegenheiten zur Verbesserung der Lebensumstände weltweit ist nichts weiter als Symptom einer Geisteskrankheit, die im DSM-IV sicher als „kollektive schizo-affektive Psychose“ klassifiziert würde: welcher Arzt will denn wirklich seinen Patienten heilen? Der kommt doch nicht wieder! Soll er weiterleiden, welche Alternative hat er denn, wenn ihm jeder Kollege das gleiche verschreibt – weil es von monetärem Nutzen ist. Der Fehler entlarvt sich damit als ein systemischer: Lohn, Strafe und Konditionierung sind auf die Konzentration der Machtmittel auf einen einzigen Punkt ausgerichtet. Eine flache Ideenhierarchie stände dem nur im Wege.

Ein Beispiel: Freud geht hin und sein Lebenswerk besteht darin, ein Modell für die Funktionsweisen des menschlichen Geistes zu skizzieren. Heute glaubt man, daß sein nun fast ein Jahrhundert altes Modell die neuronale, also physiologische Wirklichkeit in vielen Punkten überraschend treffend beschreibt, wenn da nur der Ausrutscher mit der Sexualfixierung nicht gewesen wäre. Was macht sein Neffe, Edward Louis Bernays? Nimmt die Werke seines Onkels Sigmund, schreibt das Buch „Crystallizing Public Opinion“ und liefert damit dem ideellen Drittreich-Mitarchitekten Joseph Goebbels eine handliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Verleitung der großdeutschen Massenpsyche zum Judenvernichtungswahn, später verhilft er der Tabaklobby mit einfachsten Tricks zur Erschließung eines besonderen Marktes: den Frauen, bei denen das Rauchen bis dahin noch als verpönt galt. Siebzig, achtzig Jahre später ist man nicht schlauer. Statt die Erkenntnisse Freuds, Bernays und die der darauffolgenden Pioniere der neurolinguistischen Programmierung zum Wohle aller einzusetzen, wird das Wissen systematisch zur Dünstung der Menschenhirne mißbraucht. Anders läßt sich nicht erklären, daß wöchentlich eine andere Sau durchs globalmediale Dorf getrieben wird und abwechselnd Sozis, Nazis, Juden, Muselmanen, Männer, Frauen, Immigranten, Ureinwohner, Kinder, Rentner, Lehrer, Dicke, Reiche, Arme, Dumme, Schlaue oder die Wok-Weltmeisterschaft schuld an Pestillenz, schwarzen Fußnägeln und auch sonst allem Übel der Welt sein sollen und jeder am liebsten mit einem unanständig großen Küchenmesser Nachwuchs, LAP und Nachbarn niedermetzeln und filettiert in der Gefriertruhe einlagern möchte.

Was ja zuweilen dann auch geschieht.

Lasse ich den Realisten in mir über den Optimisten siegen, so weiß ich: Kriege wird es noch lange, lange geben. Vielleicht muß das so sein, es liegt in der Natur des Menschen. Doch wenn schon, dann sollen diese Kriege wenigstens mit den allerprimitivsten Mitteln ausgefochten werden, lokal begrenzt und schnell vorbei. Es kann nicht angehen, daß die Rüstungsindustrie das lukrativste Geschäft der westlichen Nationen ist, weil sie ihre Produkte an korrupte und von IWF und Weltbank protegierten Warlords ärmerer Länder (mit ressourcenreichen Territorien) exportieren, damit die sich dort den Schädel wegbomben können und wir hinterher nur noch das Blut von den Wänden waschen müssen, um uns häuslich inmitten der Reichtümer ihres Landes breitzumachen.

Vermutlich ließe sich hier ein Hebel ansetzen: daß die „Anti-Kriegsbewegung“ zu einer Friedensbewegung wird und allen Regierungen weltweit klarmacht: Euer Rüstungsetat wird hiermit gestrichen. Ohne Wenn und Aber. Punkt, aus, Ende. Keine Milliarden mehr für Aufrüstung, innere Sicherheit, kein Verteidigungsministerium mehr. Nichtmal mehr einen Cent. Fakt ist:

Noch sind wir es, die Völker, die Krieg wollen, denn sonst hätten die Regierungen ja keine Schnitte gegen den Volkswillen. Die Sache ist nur folgende: die Rüstungslobby ist sicherlich mächtig genug, den Volkswillen mithilfe der allzuwilligen Medien gefügig zu machen und von der Notwendigkeit der „Fortsetzung der Diplomatie mit anderen Mitteln“ zu überzeugen. Hoffnung darf man aus zwei wunderbaren Gegenbeispielen schöpfen: 1.) der Niederzwingung des britischen Imperiums durch Ghandis Wirken und 2.) die friedliche Revolution unserer Landsleute, die den Mauerfall 1989 und damit den finalen Todesstoß für die ohnehin schon kränkelnde Sowjetunion, letztlich das Ende des Ersten Kalten Krieges herbeigeführt hat.

Hier jedoch beißt sich die Katze in ihren sprichwörtlichen Schwanz: dieser Frieden muß aus uns selbst, jedem einzelnen, kommen und muß von dort aus überströmen auf unsere Nachbarn, Kollegen, Freunde und einmal rund um den Erdball fließen.

Denn:

Omnis mundi creatura
quasi liber et pictura
nobis est, et speculum.

– die Geschöpfe dieser Erde / sind ein Buch und ein Gemälde / und ein Spiegel unsres Seins.

Darum berufe ich mich immer wieder auf Einstein, Buddha, Ghandi, Jesus, MLK: das Virus ist bereits im Weltenkörper, er breitet sich aus, hat den ganzen Organismus befallen und wird eines Tages dafür sorgen, daß man das folgende Bibelzitat in der Vergangenheitsform formulieren wird:

„Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und ihre Speere zu Winzermessern…“

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