Z U R Z E I T . XXI

Zur Zeit

Kurz: was nix kostet, ist auch nix wert. Eine Forelle, die man höchstselbst unter großem Zeit- und Geduldaufwand geangelt, waidmännisch aufgebrochen, ausgenommen, gewürzt und auf einem mit selbstgesammeltem Holz und Reisig entzündeten Grillfeuerchen gebraten hat, schmeckt eineinhalbmillionenmal (ca.) besser als jedes 4-€-Backfischbrötchen von der Kirmes, und um den Punkt zu vertiefen: was ein gastronomischer Betrieb so an zurückgegangenem oder überhaupt nicht angeforderten Nahrungsmitteln täglich vernichten muß (von den belegten Auslagebrötchen jeder Dorfbäckerei bis hin zu den Aufschnittportionen von den Tabletts in Kantinen, Pflegeheimen und Krankenhäusern), hätte manchem für die Biomüllentsorgungsalage gestorbenem Ferkelchen ein langes und glückliches Leben in Freiheit garantiert.

Ihr wollt einen Wandel, aber nicht um den Preis Eures iPhones, Eurer Autos, Eurer Wohnung, Eurer All-Inclusive-Urlaube, Eurer Paypal-Karten und Eurer Riester-Rente? Welche Qualität kann das Produkt da schon haben! Darum verkaufe ich ja auch keine halbgaren Systemveränderungsstrategiepakete, sondern das Luxus-Modell globale Freuvolution, und die kostet natürlich ein bisschen was.

Selbst jeder Euer vergammeltste Hart-4teste biertrinkende Dauerplaysizocker nimmt bei seinem Autorennspiel nach dem soundovielten Versuch das Gas vom Pedal. Das ab und zu umgehende Schlag- und Stichwort „Entschleunigung“ ist ein physikalischer Begriff und bedeutet nichts anderes als eine Beschleunigung in die andere Richtung – relativ zum Referenzsystem.

Laßt uns nach neuen Realitätstunneln, Wahrheitskegeln, Dimensionen Ausschau halten. Das hört sich abgehoben an? Komm, ich nehm Dich auf die Schulter.

Da sind ein paar Klauseln in den Verträgen und „Naturgesetzen“, die der Revision der kommenden Generation bedürfen. So oder so wird das kommen, ganz von allein, ohne Aufruf zum Aufruhr. Uns steht es nicht an zu urteilen über den Weg, den sie einschlagen werden, ob sie klonen, zeitreisen, auf der Erde bleiben, sich in virtuellen Netzen verkriechen wollen.

Doch was lehrt es sie über den Umgang mit Eltern, Großeltern und anderen Ahnen, wenn wir ihr Mutter Erde in diesem Zustand überlassen, und welche Art der Behandlung dürfen wir für den Fall unseres eigenen Alters erwarten? Schaut Euch um in den Pflegeheimen der Reichen und den Hospizen der Armen…

t b c . . .

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