Z U R Z E I T . XXII

Zur Zeit

Die Verwandten kommen zu Besuch! Es ist schon reichlich spät, doch man kann trotzdem schnell noch aufräumen. Ganz kurz innehalten und durchatmen.

Und es ist wichtig, das sich über Einzelheiten gestritten wird. Schön und gut. Wir können nicht immer einer Meinung sein. Doch bevor wir das Sprechen verlernen, laßt uns sagen, was wir wollen, und was wir zu geben bereit sind. Nichts? Das ist nicht wahr. Jeder einzelne hat Herz und Hirn, vielleicht gar Hand und Fuß, Glückliche Augen zum Sehen oder Ohren zum Hören und schmecken, riechen und fühlen.

Weil wir leben, produzieren wir viel Scheiße. Das ist eine Frage der Diät. Wir brauchen Nahrung, keine Füllstoffe. Wir brauchen Auslauf. Die Gehege sind zu eng und machen uns krank. Pft, das hört sich an wie „wir wissen, wir sollen gemolken und geschlachtet werden, aber seid wenigstens nett dabei“…

Und alle schimpfen und meckern böse über Milliarden-Boni, Rentenkürzungen, Krieg und Rüstungsausgaben, Komplotte, Verschwörungen, und nichts geschieht, hier mal eine Entladung, da ein Knistern, dort ein langsames Verwesen und Vergammeln…

Ja, wie soll’n wir es denn machen? Wir haben doch überhaupt keine Verhandlungsmasse, mit der wir spekulieren könnten!

Und an wen uns richten?

An die etablierten Organisationen?

t b c . . .

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