Z U R Z E I T . XXVII

Zur Zeit

Was ich konkret tu? Hei, hier beginnt mein Rückzugsgefecht. Zählt passiver Widerstand auch? Ich war mal Vegetarier für drei oder vier Monate, und ich habe kein Auto und keinen Führerschein (aus Prinzip natürlich: was denkt Ihr denn?). Na, das ist doch ein Verdienst! Ich hab’s drangegeben, wertlosen Schund zu verkaufen und schreibe noch keine Politikerreden. Das ist doch was.

Ihr offenbart eine perverse Lust am Leiden, wenn Ihr das Zeug echt vom ersten Kapitel bis hierhin verfolgt habt. Ist es so spannend, mir zuzusehen, wie ich mich in meine eigenen Widersprüche verstricke und kläglich um Hilfe jammere?

Oder bejubelt Ihr mit Jauchzen und Händeklatschen meine verbalen Kapriolen, doppelten Logik-Rittberger und Rhetorik-Salti? Danke! Danke! *kusshändeinspublikumwirft*

Vergaß ich zu erwähnen, daß es gar nicht um mich geht?

Manchmal habe ich ja tolle Ideen. Ich könnte mich mitten auf die Fußgängerzone stellen, mit einem lustigen Anzug an, und wahllos Passanten aus der Menge fischen, anhalten, ansprechen, sie an den Schultern fassen und die Wirbelsäule aufrichten, zum Schluß mit einem Lächeln und einem Schubs unters verdutzte Kinn den Kopf zurechtrücken und sagen: „Vergiß nicht: Du bist der König/die Königin!“ und mit drei Bällen jonglieren und Flugzettel verteilen und allerlei eulenspiegelerischen Schabernack treiben.

t b c . . . (Achtung, jetzt kommt das Grande Finale!)

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