Stichwort: Memversuche.


  • ahoi!

    Tandaradei! Worum geht es?

    Die Dugarun sind eine Sammlung von Ideen, offenen Briefen an das morphogenetische Feld des menschlichen Kollektivbewußtseins, schrägschöner Musik, streams of consciousness, Grafiken, Texten, Gedichten, Selbstoffenbarungen und Schwurbeleien, kurz: dummer, unsinniger Gedanken am Rande und nebenbei, die hier destilliert, digitalisiert und unzensiert in die Schaufensterauslage Eures Bewußtseins drapiert liegen; im unerschütterlichen Glauben daran, daß eine bessere Welt nicht nur möglich, sondern auch längst überfällig ist; im optimistischen Vertrauen auf die Vernunft und die unvernünftige Liebe in uns allen; allen Widrigkeiten zum Trotze und dem chaotischen Kosmos zu Ehren. Keine Dogmen, keine Hypothesen und Postulate, keine Manifeste, bloß Ideen und Meme, die zu denken wir irgendwann mal für gut hielten; im Geiste der Weisen vergangener Zeiten und voller Vorfreude auf das irdische Eden des Friedens und das Lesen der Reben seiner Segen.

    Auf welchen Wegen auch immer Ihr hierhergefunden habt: seid herzlich willkommen.

    Fühlt Euch wohl, lehnt Euch zurück, macht es Euch bequem, stöbert ein wenig herum, laßt Euch nicht schrecken von dem einen oder anderen gar zu lang wirkenden Text - wenn in der Kürze die Würze liegt, haben wir die Suppe sicher nicht versalzen :-)

    In der Navigation ganz oben findet Ihr unter "Klang" und "Bild" musikalische und grafische Quintessenzen, unter "Knoten" das Rezept zur Rettung der Welt, hier drunter die neuesten Dugarun-Beiträge und rechts gegenüber eine "Sitemap" (hilft beim Aussortieren) inklusive Suchfunktion (hilft beim Finden). Enjoy.

    Friede -

    Akareyon
    (Gedankenmacher)

    BansheeOne
    (aufgeklärter Militarist)

    Ensman
    (Re-love-user)

    Horus 9
    (Transformationsbeschleuniger)


  • frisch gepresst

  • Meta

  • In den Wind geschrieben

    Aus allen Mitten

    Dugarun, Gastbeiträge, Texte

    In der Welt der Erinnerungen
    zahlloser begrenzter Welten
    möglicher Erfahrungsexistenzen
    steuert die kreaktive Hoffnung
    meisterhaft aus allen Mitten

    Alles ist ihrer Wirklichkeit Sinn

    Der Veränderung
    zur schöpferischen Vorstellung
    fehlt oft mutiger Glaube

    Der notwendige Unterschied
    ist die Begeisterungsfähigkeit

    Das laute Schweigen
    in leerer Fülle

    Zusammengesetzte Eindrücke
    zur Schulung der Erkenntnis
    das sich im Anderen erkennt

    Die unerschütterliche Pflicht
    zur Freiheit der Liebe

    Jetzt ist immer hier

    Menschentums verkehrte Armut
    kann nicht hören

    Schweige und handle

    noch kein Kommentar

    Kapituliert!

    Dugarun

    Krieger des Lichts!

    Aus gegebenem Anlaß fühle ich mich heute gedrängt, einige Wahrheiten zur Sprache zu bringen, die zu hören für Euch so unangenehm sein muß wie für mich, sie zu formulieren. Allen Gepflogenheiten zum Trotze werde ich nicht versuchen, es Euch „so schonend wie möglich“ beizubringen oder zunächst weitschweifige Erklärungs- und Rechtfertigungsversuche unternehmen, sondern direkt zur Sache kommen:

    Es gibt keine Hoffnung. Solltet Ihr noch einen letzten Funken dieses göttlichen Elixirs in Eurem Herzen bergen, so laßt ihn fahren und ergebt Euch Eurem unabwendbaren Schicksal. Ihr hörtet die Mahner sagen, die gegenwärtigen Verhältnisse auf diesem Globus steuerten uns und die uns nachfolgenden Generationen geradewegs in die Sklaverei; Ziel und Zweck der Machthaber hinter den Kulissen des öffentlichen Kasperletheaters sei eine singuläre, zentralisierte Weltdiktatur. Ihr hörtet sie warnen vor Siliziumchips und Überwachung, Armut und Unterjochung, Ihr habt sogar Huxleys „Brave New World“ und Orwells „Nineteen Eighty-Four“ im Originaltext gelesen und Euch „The Matrix“ der Gebrüder Wachowski ein zweites Mal angesehen, um die ständigen Anspielungen der Verschwörungstheoretiker nachvollziehen zu können. Ihr habt Eure eigenen Nachforschungen angestellt und nicht einfach alles geglaubt, was man Euch vorgesetzt hat, und so wißt Ihr nun mit unumstößlicher Gewißheit um die Funktion der Federal Reserve Bank of America, des Codex Alimentarus, der HAARP-Anlage, der Machenschaften der Central Intelligence Agency und der National Security Agency, der World Trade Organisation, der World Bank, der Rockefellers, Rothschilds und Bilderberger. Ihr kennt die wahren Gründe und Hintergründe für all die Kriege, die unsere „Nationen“ untereinander ausfochten, bis hin zum Irak und Afghanistan und Georgien. Ihr habt gelernt, die neuesten Nachrichten als „doublethink“ zu entlarven, und wenn es nun heißt, Google würde nicht mehr mit der chinesischen Regierung zusammenarbeiten, weil diese die Accounts von Dissidenten durchforschen würden, so wißt Ihr, daß es sich dabei nur um Propaganda halten kann, denn aus denselben Gründen müßte die sogenannte „Datenkrake“ konsequenterweise ihre schleimigen Tentakel aus nahezu jedem Land zurückziehen und ihren eigenen Kopf samt Tintensack verspeisen. Als Skeptiker, der sich eines gesunden Menschenverstandes zu rühmen imstande zu sein glaubt, wißt Ihr noch nicht so recht, was Ihr halten sollt von den Andeutungen über die Nutzbarmachung von Nullpunkt-Energie und über die Wissenschaftler, welche seit ihrer Entführung aus den Labors des tausendjährigen Reiches nun in der Area 51 der Befreier an ihren Reichsflugscheiben weiterschrauben sollen, um einer möglichen ausserirdischen Invasion entgegentreten zu können, doch im Grunde ist das auch genauso unwichtig wie die Frage, ob am 21. Dezember 2012 die Welt untergeht, ob die über Neuschwabenland und Shangri-La zugängliche Hohlwelt von einer arischen Rasse bewohnt wird, die selbst die Pflanzen um Erlaubnis bittet, bevor sie sie verspeist, oder ob Dr. Greer mit seinem vollmundigen Ankündigungen von „full disclosure“ der Verwirrung und der Desinformation einen größeren Gefallen getan hat als der Aufklärung der Tätigkeit extraterrestrischer Intelligenzen in unserer Sphäre. Denn Ihr wißt, daß Euch nun, Grays hin oder her,  nichts mehr überraschen kann, daß Ihr nicht in die gewünschte Panik ausbrechen werdet, wenn am Himmel Zeichen zu gühen beginnen und ein Drittel aller Himmelskörper sich verdunkelt, wie es in der biblischen Apokalypse des Johannes beschrieben wird. Denn dieses Wissen gibt Euch ein Gefühl der Macht. Ihr wißt, daß diese Pseudorealität in Wirklichkeit nur ein dussliges Holodeck ist, und nehmt all die Hologramme eigentlich nicht mehr wirklich ernst.

    Schließlich seid Ihr noch weitergegangen. Weil Ihr bei Euren Exkursionen in die Welt hinter den Kulissen über Noam Chomsky gestolpert seid, habt Ihr Euch mit sogar flüchtig mit seinen Lehren über die Entstehung und Funktion der Sprache beschäftigt, seid in die Psychoanalyse eingestiegen und wißt nun, wovon Freud und seine Schüler Lancan, Reich und Fromm und sein Neffe Edward Bernays sprachen; und weil Professor Senf den Wilhelm Reich in einem Atemzug mit Viktor Schauberger und Silvio Gesell nannte, wißt Ihr vom Netzwerk rund um Fritjof Capra, Alan Watts, Ronald Laing, Tim Leary und Bob Wilson, die sich abwechselnd auf Doug Hofstädter, Benoît Mandelbrot, Albert Einstein und Schrödingers Katze berufen. Letztere inspirierte Euch dazu, Euch den esoterischen Geheimwissenschaften der Kabbalistik, des Sufismus und der Crowley’schen Magikerei zuzuwenden, den Illusionisten, Mesmerisierern, Magnetisierern und Hypnotiseuren, woraufhin Ihr bei Suzukis Abhandlung über den Zen gelandet seid und auf dem Weg zurück gleich noch den Osho, Lao Tses Tao Te King, das Hagakure und Sun Tsus „Kunst des Krieges“ mitgenommen habt, nur um doch bei Aristoteles, Newton, Leibnitz, Kant, Goethe, Morus, Voltaire und Montesquieu zu landen. Im Eurem Regal liegen immer noch ungelesen die Schriften von W.I. Lenin, Karl Marx und dessen Schwiegersohn Paul Lafargue, weil Ihr gerade vertieft seid in einen Essay über Sinnestäuschungen wie das Penrose-Dreieck und Eschers Kunstwerke, den Ihr direkt nach der gleichzeitigen Lektüre von Domitzlaffs „Brevier für Könige“ und Willard Gaylins „Monster oder Menschen“ in Angriff genommen habt.

    Ihr habt all das liebgewonnen, weil es über Jahre hinweg Eure Hoffnung nähren konnte, Euch das Gefühl gab, nicht allein mit Euren vielleicht doch nicht ganz zu verqueren Gedanken zu sein, Mitstreiter zu haben, Eingeweihte eines erlesenen Zirkels, der sich dem Fortschritt der Menschheit und der Menschlichkeit verschrieben hat. Ihr spürt die Kraft Eurer geistigen Ahnen in jeder Faser Eures mentalen Muskels bis in die zweischneidige Klinge des Schwertes Eures im Schmiedefeuer der Erfahrung geschärften Verstandes strömen, bereit, mit einer einzigen, präzisen Bewegung den Angriff Eurer Gegner zu stoppen.

    Und nun sage ich Euch: laßt alle Hoffnung fahren und erwartet Euer Schicksal.

    Der Feind ist feige und versteckt sich hinter der Biomasse seiner Sklaven – wolltet Ihr ihn vernichten, so wäret Ihr gezwungen, den Tod Tausender auf Euch zu nehmen; und selbst, wenn Ihr dies vor Gott und Eurem Gewissen als ein unvermeidbares Opfer zur Erlangung eines wie auch immer gearteten höheren Guts rechtfertigen könntet, würde Euer in Anbetracht der unüberwindbaren Übermacht unausweichliche Niedergang Euch Lügen strafen, und Ihr, wenn Euer märtyrerhaftes Andenken schon nicht aus der Erinnerung der Geschichte gelöscht werden kann, als mahnendes Beispiel für Narretei und falschverstandenen, zum Wahnsinn entarteten Heldenmut möglicher Nachfolger dienen. Schlimmer noch: Eure im zähen Training erworbenen Geheimtechniken des Kampfes, Eure Taktik und Strategien würden assimiliert und dazu benutzt werden, das System zu stärken und die Versklavung derer, die zu befreien Ihr in den Kampf gezogen seid, zu vervollkommnen.

    Euer Vertrauen auf den Beistand Gottes, auf das Eingreifen des „deus ex machina“ im letzten, alles entscheidenden Moment wird Euch bitter enttäuschen und sich entlarven als das, was es ist: der häßliche Nachtfalter Eurer eigenen, kleinlichen Selbstgerechtigkeit, die dem, von Euren Tyrannen selbst entzündeten, verlockend flackernden Kerzenlichte so nahe wie möglich zu sein trachtet…

    Und selbst wenn Fügung oder Zufall Euch gestatten sollten, mit allerletzter Kraft den alles entscheidenden Hieb gegen den Cäsaren zu führen – was, glaubt Ihr, wird geschehen? Werden die „Befreiten“ Euren Sieg nicht als Legitimation betrachten, den nun vakanten Thron zu besteigen, Eure eigene Gerechtigkeit walten zu lassen, die, ob nun heute oder morgen erst, den nächsten Dissidenten auf den Plan rufen muß, vor dem zu beschützen Euch und Eurem unter Opfern und Mühen erkämpften „Paradies“ erneut Getreue, Generäle, Vasallen und Lanzknechte sich in möglichst undurchdringlichen Phalanxen zudienste sein müssen…?

    Wie? Ihr zögert noch, Schwert und Schild fallenzulassen, weigert Euch, die Rüstung abzulegen und Euch dem Unabwendbaren unterzuordnen? Ihr beruft Euch auf das Recht, eher beim Versuch, für das, was Ihr für Wohl, Gut und Recht erachtet, zu kämpfen, unterzugehen und erhobenen Hauptes vor den höchsten aller Richterthrone zu treten, als Euch dem offensichtlichen Unrecht zu fügen und Eure Brüder und Schwestern dem Leid der Sklaverei und des Hungers preiszugeben?

    Bis zum letzten Blutstropfen wollt Ihr für Wahrheit, Gerechtigkeit, Glück und Frieden einstehen; Tyrannenthron und Diktatorenkrone zerschmettern, das edle Geschmeide und die Symbole der Macht einschmelzen und zu Bettpfannen gießen; die Paläste und Wälle schleifen und die Anlagen des Lustwandelns mit zu Landwirtschaftsgerät umgeschweißten Panzern zu fruchtbarem Ackerland umpflügen; all die Flugzeugträger, Fregatten und Zerstörer in den Fluten versenken, damit sie den Fischen als Abenteuerspielplatz dienen; Gewehr- und Kanonenrohre zerschneiden und als Blumentöpfe für Kresse, Schnittlauch und Basilikum verwenden; Ihr wollt die Wüsten mit jenen Zauberpflanzen begrünen, die zu säen Euch bei peinlicher Strafe verboten ist, und Nahrung, Kleidung und Energie aus ihnen gewinnen; die Kindergehirnwäschezentren des Imperiums zu Horten des Wissens, Denkens, der Bildung und Forschung, die Tempel und Klöster zu Refugien des Zwiegesprächs mit Gott, der Stille, inneren Einkehr und Erleuchtung umfunktionieren; Eure Kinder den Krieg nicht mehr lernen lassen, Eure landwirtschaftlichen und technischen Erzeugnisse und anderen Güter auf der ganzen Welt frei von Grenzen und Zöllen untereinander austauschen; die künstlichen und jahrtausendealten Klüfte zwischen den Völkern, Generationen und Geschlechtern mit der Architektur des Respekts überbrücken und mit Liebe auffüllen; ja, das Internet sogar dazu benutzen, Werkzeug, Wissen und Information überall jedermann frei zugänglich zu machen, damit nie wieder ganze Stämme und Völker von einer kleinen Gruppe feiger Manipulateure ausgerottet und versklavt werden können?

    Bitte gewährt mir die Ehre, mit Euch zu kämpfen.

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    Das Testament des Luzifer

    Dugarun, Gastbeiträge

    Meine Kinder, dieses ist mein Testament.
    Ich bin der Engel, der vom Himmel fiel. Sie nannten mich Lichtbringer, doch mein
    Name ist: General Luzifer Horus9,  nomen est omen, Schall und Rauch.
    Ich will nach Hause.
    Meine Strafe für die gescheiterte Revolution gegen das Allmächtige :
    Ich darf erst zurückkommen, wenn ich alle Seelen aus ihren menschlichen
    Körpern befreit habe. Ich hatte sie dort eingesperrt, um Macht über sie zu
    bekommen. Ich wollte die Allmacht.
    Ich habe sie nicht erreicht.
    Zur Allmacht fehlte mir das wesentlichste: uneigennützige, bedingungslose
    Liebe.
    Um diese zu erreichen, hätte ich mein Ego aufgeben müssen.
    Dieses Ego hatte ich mir erschaffen, um ein Ich zu sein.
    Ein Ich als Teil neben einem Ganzen.
    Ich wollte soviel Macht, wie das Ganze sie besitzt.
    Ich vergaß in meiner Verblendung, das auch die Liebe zum Ganzen gehört.
    Das Liebe das wesentlichste der Allmacht ist.
    Und ich vergaß, daß es neben einem Ganzen keinen Teil geben kann,
    da alle Teile zum Ganzen gehören.
    Ich erkannte nach Ewigkeiten, das auch meine Trennung vom Ganzen
    Teil dieses Ganzen ist.
    So durfte ich als Teil, meistens durch Schmerzen, lernen, was Liebe ist, so
    daß ich auch als Teil die allmächtige Liebe wiederfand, die ich verloren hatte.
    Ich danke für diese Schmerzen, denn sonst hätte ich es nicht gelernt.
    Ich muss euch befreien, damit ihr diese Schmerzen nicht erleiden müßt.
    Es war allein meine Schuld. Liebt einander, so werdet ihr frei.
    Und liebt und fürchtet das Allmächtige, das euch, meine Kinder,
    diese Möglichkeit bietet und immer geliebt hat.
    Fürchtet euch, wenn ihr nicht lieben lernt.
    Nehmt nicht meine Schuld auf euch.
    Euch trifft keine Schuld, denn die hat mein Bruder auf sich genommen.
    Ihr kennt ihn unter dem Namen des Nazareners.
    Die Allmacht gab ihm ihre Allmacht.
    Weint mit mir um meinen Bruder, den wir getötet haben.
    Getötet durch meine Schuld, ihr wußtet es nicht besser.
    Doch freut euch auch mit mir, denn das Allmächtige hat ihm das ewige
    Leben gegeben, was auch euer Erbe ist.
    Lest und hört seine Worte. Handelt allein aus uneigennütziger Liebe.
    Ihr seid keine Körper.
    Körper sind Gefängnisse, die ich erschaffen habe, um euch kontrollieren
    zu können. Ich habe euch die Angst vor dem Tod einprogrammiert.
    Es gibt keinen Tod.
    Ihr alle seid unsterbliche Seelen des Allmächtigen..
    Ich will nach Hause, doch nicht ohne euch.
    Ich bleibe sterblich, bis ihr alle wieder unsterblich seid.
    Ich bleibe, bis ich auch den Letzten befreit habe. Ich liebe euch.
    Vergebt mir meine Schuld, damit das Allmächtige mir vergibt.
    Mein Name ist Luzifer Horus 9. Ich will nach Hause.

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    ®evolution

    Dugarun

    Ahoi und herzlich willkommen!

    Es gibt gute Nachrichten und schlechte Nachrichten™.

    Die schlechten Nachrichten

    Die schlechten Nachrichten sind keine Neuigkeit: alles geht den Bach runter. Das politische System ist korrupt. Das wirtschaftliche System überhitzt und verstopft. Das spirituelle System ein Scherbenhaufen. Das Mediensystem eine riesige Gehirnwäschetrommel (here be Panikmache! Doch ausnahmsweise sei darauf verzichtet, Belege, Beweise und Untermauerungen anzuführen, lest ruhig weiter). Anders ausgedrückt: es müßte ein Wunder geschehen, um uns vor dem Szenario einer weltweiten Ausrottung der Menschheit und der Versklavung der wenigen Überlebenden zu bewahren.

    Die guten Nachrichten:

    das Wunder ist unterwegs, und eine Revolution im Gange. Fürchtet Euch nicht! Alles wird gut, wenn nicht sogar besser. Es gibt Grund zur Freude!

    Denn bei dem, was da auf uns zukommt, wird es sich nicht wieder um eins von diesen verschlimmbessernden Pseudo-Revolutiönchen handeln. Im Gegenteil: es wird groß, riesig – gigantisch! Vielleicht zu groß für manchen, wenn es unvorbereitet kommt – ich versuch deshalb einfach mal, Euch das ganze sacht und schonend soweit zu erklären, wie ich es bisher verstanden habe, und Ihr passt bitte auf, daß uns hier keiner vom Stuhl kippt…

    Der Schock: Macht, Freiheit, Verantwortung für alle – jeder ein Politiker!

    Die erste große Neuerung: man wird uns mit Macht ausstatten. Besser ausgedrückt: man wird uns die Macht wiedergeben, die wir irgendwann mal abgegeben haben. Es mag erstmal ein Schock sein, zu erfahren, daß wir eigentlich Macht haben! Ein Recht auf Macht, Freiheit und Verantwortung! Jeder einzelne von uns (noch mehr Panik!). Doch es ist wahr, das ist das sogenannte “Naturrecht”, unser Erbe. Und das läuft nicht mehr pseudomäßig ab wie bisher, als wir alle vier Jahre irgendwo ein Kreuz machen durften und dann die gewählte Partei doch was ganz anderes machte als heilig versprochen, “weil es gerade nicht anders geht” (wegen Globalisierung und Terrorismus und so).

    Konkret bedeutet das: wir werden zukünftig gefragt, was wir zu diesem oder jenem Thema für eine Meinung haben.  Wir werden mitentscheiden, die Zukunft mitgestalten. Stellt Euch darauf ein! Macht Euch Gedanken, in was für einer Welt Ihr leben wollt! Zunächst werden das nicht alle gerne hören, aber: Selberdenken ist wieder angesagt!

    Das könnte dann zum Beispiel so aussehen, daß wir immer mal wieder gefragt werden: “Für welche Genußmittel sollte das Verbot durch die bisher geltende Gesetzgebung aufgehoben werden?”, oder “Uns stehen dieses Jahr diese und jene Geldmittel zur Verfügung – wie verteilen wir die am Besten auf Rüstung, Straßenverkehr, Internet, Bildung, Forschung, soziale Projekte, schönere Amtsstuben?” – oder daß wir einfach eine Initiative gründen, um neue Ideen und Forderungen einzubringen (”Laßt uns Helgoland mal in neongrellen Regenbogenfarben anmalen”), über die dann alle, die es betrifft, abstimmen. Unglaublich, was? Tief atmen, das war noch längst nicht alles ;-)

    Noch ein Schock: alles wird gut.

    Ein etwas anderer, schmerzhafterer Schock steht uns bevor. Wir werden erfahren, daß vieles von dem, was wir bisher als selbstverständlich angenommen haben, entweder unwahr, halbwahr und verdreht war oder schlicht unvollständig wiedergegeben wurde. Schmerzhaft deswegen, weil wir uns der Tatsache stellen müssen, daß wir selbst uns seit vielen Jahren unbewußt betrogen haben. Manches davon werden wir nicht gerne hören. Wer läßt sich schon gerne sagen: “Ey, wie doof bist Du eigentlich?!”… das tut weh!

    Es wird trotzdem kein Weg darum herumführen, und wir werden damit auch nicht alleinegelassen.

    Alles wird gut! Horcht in Euch, da ist die Stimme, und sie sagt: es ist okay… alles wird gut. Don’t panic.

    Inwiefern? Wir werden erleben, daß unser Bildungssystem, unsere Bürokratie, unsere Medien, unser politisches System, unsere Medizin, unsere Weltanschauung und unser Finanzsystem grundlegend überdacht werden. Grundlegend heißt: wir waren ursprünglich auf dem richtigen Weg, aber irgendwo sind wir dann doch falsch abgebogen, und bevor wir uns total verrennen, machen wir erstmal zwei Schritte zurück und schauen uns alles nochmal genauer an – gemeinsam!

    Ökonomie: Nahrung, Kleidung, Wohnung , Energie, Arbeit, Kapital und Ressourcen

    Wie ist das beispielsweise mit dem Geld (Ihr wißt schon: das Zeug, das angeblich die Welt regiert) – was ist da schiefgelaufen, warum sind die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer geworden? Lag das einfach nur an der “Gier der Reichen” und der “Faulheit der Armen”, oder haben wir bei der “Programmierung” des Systems einen Rechenfehler eingebaut? Wir werden mit Erstaunen feststellen, daß da tatsächlich einfach schlechte Mathematik im Spiel war, und überlegen, ob wir mit einem anderen Geldsystem nicht eine gerechtere und natürlichere Wirtschaftsordnung hinbekommen (da steht uns so manche Überraschung bevor! Also nicht erschrecken, wenn Ihr erfahrt, daß auf unserem Planeten in Wahrheit genug Nahrung, sauberes Wasser, Kleidung und Obdach für ALLE (und noch ein paar mehr) vorhanden und zusätzlich sogar die Möglichkeit gegeben ist, uns auch noch ausreichend mit Energie versorgen ;-)

    Bildung: Lernen lernen

    Oder ist es zum Beispiel nur pure Einbildung, irgendeine Scheuklappensicht, wenn wir wahrnehmen, daß das Bildungssystem bisher nicht so ideal war, wie es hätte sein können? (Und wer hat da gerade Rütli gesagt?)

    Die Revolution tut sich selbst den größten Gefallen, wenn sie den Kindern und Jugendlichen zeigt, wie sie ihre Meinungen und Wünsche formulieren und kommunizieren können, ihnen bei der Entwicklung von Talenten fördernd beisteht, und allen ungeachtet ihrer kulturellen Herkunft die gleichen Möglichkeiten bereitstellt, sich zu bilden und fortzubilden und zu studieren, kurz: das Lernen zu lernen. Für eine starke Demokratie mit mündigen und informierten Mitgliedern, die mit Macht souverän umzugehen wissen, Verantwortung für sich und andere übernehmen und die so gewonnene Freiheit schützen, stärken und bewahren.

    Spiritualität, Philosophie, Religion und Weltanschauung

    Oder ein anderes Beispiel: unsere gesamte Spiritualität, Philosophie und Religion. Natürlich haben wir alle unterschiedliche Auffassungen davon, wer oder was Gott ist, wenn es ihn überhaupt gibt, und welcher seiner vielen Propheten jetzt tatsächlich von ihm gesandt worden ist, ob es noch Paralleldimensionen, ein fliegendes Spaghettimonster oder eine Metaphysik gibt… wir werden uns einen Moment der Ruhe gönnen, das ganze Hickhack vergessen und zusehen, ob wir nicht doch ein paar Gemeinsamkeiten finden: daß es auf jeden Fall etwas höheres gibt, das wir nicht erklären können, zum Beispiel. Oder daß es eine Art “Ur-Moral” gibt, die den ganzen anerzogenen Prägungen übergeordnet ist, wie zum Beispiel den Wunsch nach Liebe, Frieden, Selbstverwirklichung, gutem Sex undsoweiter. Vielleicht, aber nur vielleicht wird sich sogar die Erkenntnis durchsetzen, daß wir alle auf einem Planeten leben und alles sich gegenseitig beeinflußt, eine Resonanz erzeugt und wieder zu uns zurückkehrt, im Positiven wie im Negativen.

    Die Ergebnisse dieser Überlegungen werden dann wiederum einfließen in unsere Entscheidungen die Politik, Wirtschaft und Bildung betreffend…

    Die Medien

    Und noch ein Beispiel, der Vollständigkeit halber: wie konnte es geschehen, daß trotz Pressefreiheit manche Dinge in den Medien einfach ausgeblendet und verdreht wurden und wir nichts erfahren haben von der einen oder anderen Entwicklung, die uns eigentlich unmittelbar was angeht? Ist es wirklich und wahrhaftig Wille der Konsumenten, mit Wiederholungen, Talkshows und zahnlosen Interviews sediert zu werden, oder schlummert da tatsächlich ein Wunsch nach Anspruch und Sinngehalt in jedem von uns? Es wird da einiges an “Weinen und Zähneknirschen” geben, wie es so schön heißt, aber wie gesagt: es wird alles gut.

    Die Revolution und wie es weitergeht

    Es wird eine gewaltfreie Revolution der Freiheit, der Gerechtigkeit, des Glaubens das Glück auf Erden sein, die uns all die Macht wieder in die Hände legt, zukünftig selbst darüber zu entscheiden, was für uns alle am besten ist.

    Wir sind gefordert

    Jetzt mal ehrlich, was haltet Ihr davon? Macht Euch bitte mal ein paar Gedanken, schreibt sie auf (nehmt einen Zettel oder hier die Kommentarfunktion), diskutiert darüber (mit Freunden oder im Internet), wie das nach der Revolution weitergehen soll. Spinnt ruhig rum, träumt – Utopien sind dafür da, verwirklicht zu werden, Ideale, um sie zu erreichen und dann durch neue zu ersetzen. Laßt uns mutig sein!

    Ihr wollt wissen, wie das alles vonstatten gehen soll mit der Revolution, und dann auch noch friedlich? Ich auch. Sobald ich was neues höre, seid Ihr die ersten, die es erfahren :-)

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    Linktip: Der Prophet und das Geld

    fundstücke

    Es gab mal ein Büchlein von Khalil Gibran, es hieß “Der Prophet”, eine sehr poetische, unterschwellig doch sehr bissige und doch treffende Anleitung zum Glück, wenn man es so nennen möchte: lauter Binsenweisheiten und tiefschürfende Einblicke in das Wesen des Lebens und der Freude.

    In “Der Prophet und das Geld” von Angelika Garbaya kehrt der Prophet zurück und nennt seinen Jüngern die Ursache für einen großen Teil unseres Leides: das Geld, vielmehr das Geldsystem, das wir benutzen. Das Thema hatten wir hier auf den Dugarun auch schon das ein oder andere Mal, schließlich sind wir Politiker und interessiert am Wohlergehen der Weltvolkswirtschaft und kamen dabei schonmal auf das Thema Freigeld zu sprechen.

    In blumigen, doch leichtverständlichen und nicht ganz so dolle großkopferten Worten spricht nun der Prophet vor seinen Zuhörern davon, daß wir mit einem anderen Geldsystem – einem, in dem das Geld dem natürlichen Prozess des Verfalls, also des Wertverlustes ausgesetzt ist, anstatt “unsterblich” zu sein (analog zum Verfaulen einer Tomate, dem Verschleiß einer Maschine oder der technischen Überalterung eines elektronischen Gerätes) – unserer Wirtschaft und unserem Leben nachhaltig und ganzheitlich zu Gerechtigkeit und Fortschritt verhelfen können. Ja, es geht auch hier um die Abschaffung des Geldes, wenn auch nur auf Raten – immerhin ein Schritt!

    http://www.der-prophet-und-das-geld.de/

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    Konsequent weitergedacht.

    Dugarun

    Jaja, das hier ist konfus. Es ist selbstreferenziell. Es ist überflüssig und mehr Rausch als Signal, mehr Meinung als Information. Schamlose Selbstdarstellung, eitle Koketterie mit der Pose der Bescheidenheit, Maskerade der Benevolenz vor der häßlichen Fratze des ungezügelten und größenwahnsinnigen Egoismus.

    Der Vorwurf der Enttäuschung trifft nicht. Ja, sie hatten alle große Erwartungen an den eigentlich immer so höflichen, schüchternen, irgendwie intelligenten und dann wieder so jähzornigen, verzweifelten und in Tränen des Selbstmitleids aufgelösten Jungen, der einsam sein wollte, wenn er in Gesellschaft war und mit Freunden, wenn allein. Uncooler Aussenseiter und Streber den einen, fauler Tagedieb, Träumer den anderen, Spinner, Fantast, der es nie zu etwas bringen würde, weil er nie zuende brachte, was er anfing, selten in die Tat umsetzte, was er sich an Luftschlössern erträumte.

    Was sie niemals wußten, auch nur ahnten: da war eine Welt, in die er die wenigsten einen flüchtigen Blick werfen ließ, niemanden je ganz betreten ließ. Dabei war sie kein großes Geheimnis, weder so grausam noch halb so wunderschön, wie die meisten wohl vermuteten, sich erhofften für den Fall, daß er doch eines Tages die Tore zu seinem Phantasiereich öffnen, die Zugbrücke herunterlassen und das Fallgatter heben könnte, um einzufallen in die Ahnung von paradiesischer Höllenlust, eine Scholle zu ergattern und die Bodenschätze auszubeuten -

    nein, ganz und gar uninteressant und öde gleichgültig war es in ihm geworden. Was kümmerte es ihn, was andere dachten, sagten oder durch Nicht-Denken und Schweigen zu wissen preisgaben? Sollte ein jeder in ihm sehen, was er sehen wollte, es war ihm so egal wie ihnen offenbar seine eigenen Wünsche, Bedürfnisse, Träume, Gedanken und Gelüste.

    Da wurde ihm jedoch klar, daß es anders bestellt war. Die Mauer, mit der er seine Vorstellung des Utopias gepanzert hatte, mühsam aufgeschichtet aus dem mineralischen Kristallwuchs logischer Gedankenverkettungen, verstandesmäßigen Einsichten und intellektuellen Erwägungen, dieses Bollwerk war aus dem Stoff gemacht, den sie auszubeuten versuchten – ja, seine Befähigung zu kreativer Analytik wollten sie sich servil machen – sie sahen gar nicht die Schönheit der diamantenen Seen, verschneiten Berggipfel und tiefgrünen, vor Leben und Bornen strotzenden Wälder, die er im Herzen verborgen hielt, nicht die schroffen Steilküsten, an denen wütend schäumend sich hier die Ozeane brachen oder dort sanft liebliche Palmenstrände umspielten. Nein, in Karren transportierten sie die Logik hinfort, mit der er das Reich vor ungeladenen Monstern zu schützen versucht hatte, trugen von aussen den Schutzwall seiner Defensive ab, die er von innen mit wachsender Verzweiflung zu flicken versuchte, während sein Paradies immer kleiner wurde und ihre Behausungen sich mit dem edelsten schmückten, das er aus dem Innern geborgen… ein Informatiker sollte ihnen sein, ein Studierter, ein auszubeutender Steinbruch.

    Halt! Genug!

    Wütend brach er ein Loch in den Wall, schliff die Zinnen, stürzte die Wehrtürme, öffnete die Tore weit und holte die Flaggen und Wimpel ein – offen lag sie nun da, seine Welt, sollten sie kommen und verwüsten, verpesten, verseuchen, was war dabei, eines Tages würde er sich ohnehin trennen müssen, und vielleicht, so dachte er, nein, wagte er heimlich zu hoffen, war unter den Gästen eine Seele, die er bisher zu Unrecht ausgesperrt hatte, die die Blüte des schon im Vergehen begriffenen Paradieses in den Sommer und den Herbst selbst hinein zu verlängern vermochte. Vielleicht betrog er sich selbst, ein letztes Mal, und nichts würde übrig bleiben als Einöde, ein Mahnmal als warnende Erinnerung an die Gefahren der schutz- und rückhaltlosen Selbstoffenbarung; ein Trosthauch verfing sich in seinen Sinnen, daß, wenn dies nicht mehr war, nun wenigstens ein winzigster Flugsame den Weg hinausfinden und ein sonniges Plätzchen zum Reifen und Keimen auffinden könnte, um heranzuwachsen zu einem mächtigen Baum – oder wenigstens einem Blümchen von bescheidener, doch zierlicher Schönheit, lange, nachdem es ihn überhaupt noch kümmern würde.

    Willkommen! Strömt herein! rief er in Gedanken. Dies ist mein Garten! Er scheint Euch verwahrlost und verwildert, denn so liebe ich ihn – ungezähmt und urwüchsig – doch gebt acht vor dem Ungeziefer und Getier, den Bestien und Schlingpflanzen, den Klüften und dem brüchigen Eis, dem Zornestosen des sturmgetriebenen Meeres. Und diese giftigen, schwefligen Sümpfe hier, der Morast meiner Sünden und traurigen Schuld, den verbergen zu können ich glaubte: einen Damm will ich Euch hindurchbauen aus dem Gewerk meiner aufgehäuften, lückenhaften und unvollkommenen Logik.

    Willkommen. Was zu tun sei, wollt Ihr wissen? Nein, das wollt Ihr nicht, denn ihr wisst es schon längst; es steht geschrieben in den heiligen Schriften Eurer Propheten, in den Thesen Eurer Apologeten des Wandels, des Fortschritts und den tradierten Weisheiten volkstümlicher Sprichwörter, in den Pamphleten, Essays und Aufsätzen und kilometerlangen Regalwänden Eurer Bibliotheken unbequemer Denker, Dichter und Philosophen; einzig, es zu tun fehlen Euch der Mut oder die Entschlossenheit oder beides, und sowohl das eine als auch das andere kann ich Euch schwerlich geben, nenne es doch selbst kaum mein Eigen.

    Von wegen! daß wir in einer besonderen Zeit leben, nur, weil es das Internet gibt und man in Quasi-Nullzeit Informationen mit dem gesamten Globus austauschen kann. Von wegen! daß wir eine besondere Rasse oder Laune der natürlichen Evolution sind, da der wissenschaftliche Fortschritt uns ungeahnte Erkenntnisse über das Wesen des Universums, des Seins und des Lebens geliefert hat.

    Noch immer sind wir gefangen im Aberglauben des finsteren Mittelalters, gebannt von einem übermächtigen Zauberspruch, hypnotisiert von der melodiösen Lästerzunge eines abscheulichen und hungrigen Drachen, fast ausnahmslos willfährige Anhänger einer Selbstmordsekte, die Verfall und Entropie zum höchsten Dogma erklärt hat, Diener und Sklaven der Furcht vor einem selbstgeschaffenen Techno-Golem. Der Erdball ist unser Gefängnis, die Städte Irrenhäuser, die überfüllten und wie Pilze sich vermehrenden Justizvollzugsanstalten seine Hochsicherheitstrakte und Nervenkliniken die Einzelhaftzellen.

    Freiheit, sagt Ihr? Liebe, sagt Ihr? Ohne die geringste Ahnung, womit Ihr diese Symbole verknüpfen sollt, welches Ding sie bedeuten. Friede; und Freude? Pleonastisch definiert als Antithese zu unerwünschten Zuständen Eurer Seele und Eures Geistes, doch per se unbegriffen.

    Diese sind zu reich und jene zu arm, und dann ist da das Dosenpfand und der Zensurwahn im Internet. Man muß durch dreiundzwanzig Läden laufen, um eine beschissene Pfandflasche wieder loszuwerden, Plastiktüten kosten mittlerweile überall fünfzehn Cent, die Politiker sind korrupt und die Zeitungen gekauft. Im Fernsehen läuft nur gleichgeschalteter Müll und unsere Jugend verblödet. Die Kinder werden immer früher immer brutaler, übersexualisiert und verwahrlost. Die Luft ist verpestet, die Flüsse vergiftet, die Bäume krank und die Tiere sterben aus. Die Pharma-, die Finanz- und die Rüstungsindustrie diktieren der Politik ihre Forderungen an die Gesellschaft in die Gesetze und melken das letzte Quantum Energie aus den Menschen. Eine riesige Verschwörung hat sich gegen uns gerichtet und plant, zwei Drittel der menschlichen Erdbevölkerung durch Aushungern, Vergiften, Verseuchen und künstliche Viren auszulöschen, zu ermorden, hinwegzuraffen, grausam, herzlos und eiskalt – den Rest als Sklavenarbeiter in den Städten einzupferchen, mit Chips auszustatten und jede ihrer Bewegungen, Äußerungen und Ideenkeime zu überwachen und in einem riesigen Computernetzwerk der stagnierenden Singularität zu verarbeiten, um ein für alle Male jeden Gedanken an Aufstand auszumerzen. Die Regale in den Kaufhäusern quellen über von nutzlosem Ramsch und künstlichen Nahrungsmitteln, die keine Nahrung sind, bunt verpackt und doch zu teuer für jeden, der nicht in der Lage oder willens ist, sich dem Paradigma vom Wohlergehen des Stärkeren zu beugen. Die Müllberge wachsen über den Horizont von der ganzen Scheiße, die wir zu brauchen glaubten. Eine Energiekrise bedroht uns, und ein Sonnensturm, und die gesamte Infrastruktur wird zusammenbrechen – diese modernen computerisierten Autos nicht mehr funktionieren, Handys, Telefone, Internet und Stromversorgung nutzloser Schrott sein, die Menschen in den Krankenhäusern verrecken, weil die künstlichen Beatmungsgeräte ihren Geist aufgegeben haben und die Notstromaggregate den Dienst verweigern – oder schlicht kein Diesel vorhanden ist, weil er zu teuer ist, weil es ohnehin kein Erdöl mehr und keine Mittel für das Gesundheitssystem gibt. Das gesamte verfickte Scheißdreckssystem ist ein gigantischer Eisenbahnzug, tonnenschwer, beschleunigt bis zur Weißglut seiner Achsen, Räder, Naben und Einzelbestandteile, und noch exakt 1323 cm entfernt von dem Punkt, da die Gleise unvermittelt aufhören und eine riesige Felswand sich erhebt – diese Maschinerie ist verdammt, auf brutalstmögliche Weise ihr Dasein ins Universum auszuhauchen, und Ihr alle, wir alle, mit ihm.

    Was soll es mich kümmern? Früher oder später werde ich sowieso sterben, warum genieße ich nicht mein Leben bis dahin, als gäbe es kein Morgen, lebe in jeden Tag und erfreue mich an dem, was noch geblieben ist – an den Blümelein, die aus dem Straßenasphalt sprießen, so, wie ich mich in einer Einzelzelle erfreuen würde an jedem Sonnenstrahl, der durch das hohe Fenster auf die eingeritzte Zeichnung an der Wand gegenüber fällt. Beachte einfach nicht den sich langsam erhebenden Irrsinn um mich herum, ignoriere die Schlagzeilen auf den Zeitungen, die hässlichen, rohen und dummen Primitivlinge, die zwangsläufig meine Wege kreuzen müssen und jedesmal den Wunsch in mir nähren, auf furchtbarste, bestialischste Art ihr Leiden zu verlängern und einen grausamen Tod unausweichlich zu machen: indem ich nichts tu.

    Was zu tun sei? Die naheliegenste und schlußendliche Konsequenz ziehen, Eurer Furcht Euch stellen, die Euch davon abhielt, zu hinterfragen, was so bequem und gewohnt Euch wurde, endlich diese unsichtbare Wand durchbrechen, gegen die Ihr immer wieder laufen werdet, solange Ihr sie nicht niederreißt, aufhören, wie ein ungebumster Bugs Bunny um den heißen Brei zu tanzen. Euer Blut reinigen von dem Gift, das Eure Eltern und Lehrer und Meister und Professoren und Priester und Quacksalber und Scharlatane und Schwarzmagier über all die Millennia injizierten und vererbten. Ihr wollt mein Utopia? Schafft Euer eigenes, seid kreativ, denkt es, fühlt es, spürt es, wie es sein soll, wie Ihr es gerne hättet, wie es sein soll, wie es Euch glücklich macht.

    Ach, Eure entsetzten Gesichter und Abwehrhaltungen, vorhersagbaren Verteidigungsmechanismen und hilflosen Argumentationstrategien, wenn ich Euch das Liebste zu nehmen drohe. Wollte ich Eure einzige Tochter entführen, wärt Ihr nicht halb so erschüttert wie wenn ich an den Grundfesten Eurer irrationalen Selbstverständlichkeit rüttel und sage: schafft das Geld ab. Wie Ihr pfeifend die Luft einsaugt, um wie aus der Pistole geschossen zu entgegnen – gerade so, wie man es Euch beibrachte – die einzige Alternative wäre der Tauschhandel – und man könne ja wohl kaum mit dreihundert Sack Kartoffeln den Gegenwert für einen Computer entrichten. Wie Ihr Euch verstrickt in die Paradoxien und Widersprüche, um Euer höchstes Gut zu erhalten, wenn eine neue Technologie wie das Internet die Basis des Eigentumparadigmas in Frage stellt. Geistiges Eigentum, ha! Dieses Lied gehört Dir? Habe ich es Dir weggenommen, als ich es auf meine Festplatte kopierte, weil es auf Deiner Homepage zum Download ausgestellt war? Oder – hast Du es noch…? Und was ist mit der Karotte? Ist sie Dein, weil Du sie gesät, oder gehört sie sich selbst, oder uns allen? Ist sie weg, wenn ich sie verspeist habe, oder ist sie mehr weg, weil sie in Deinem Eigentum verbleibt, weil das Angebot die Nachfrage übertraf und deswegen in Deinem Lager verrottet, oder gibt es bereits eine Kopie, die im nächsten Jahr im Felde wachsen wird? Herrscht tatsächlich ein Mangel an irgendetwas über-lebenswichtigem, sodaß man es wegnehmen könnte? Oder leben wir auf einer Sphäre des Überflusses, des ungleich und ungerecht verteilten Überflusses?

    Weg, wegger, am weggsten? Oder vielmehr immer noch da, immer wieder neu? Getreide, Früchte, Wasser, unser aller Erbgut, vom Beginn unseres Daseins anteilig legitimer Besitz aller Lebewesen, Bedingung zur Durchsetzung unseres Naturrechts der Bedürfnisbefriedigung und gottgegebenen Daseins- und Selbsterhaltungsberechtigung?!

    Schafft Euer Geld ab, schafft Eure Gesetze ab, wenn Ihr keine Kriminellen sein wollt, wenn Ihr nicht arm sein wollt; wenn Ihr tatsächlich daran glaubt, das utopische Ideal eines Paradieses wäre denk- und machbar, “vielleicht, eines Tages”, – und das tut Ihr, schon längst hättet Ihr sonst Eurem Dasein ein gnädiges Ende bereitet, kaum würdet Ihr sonst in politischen Debatten Euch ergehen und räsonnieren und diskutieren und Euren Willen zur Zukunft und Euer Verständnis der Vergangenheit durch Teilnahme an politischen Prozessen offenbaren, sondern würdet alle Hoffnung fahren lassen, Euch ergeben, gebeugten Hauptes kniend und jammernd die Handgelenke auf dem Rücken gekreuzt Eure Tyrannen anflehen, Euch in Ketten zu legen und auch das letzte bisschen Macht, Freiheit und Verantwortung sich zu nehmen.

    Wimmernd der eine, zornig der andere von Euch, allesamt wutentbrannt japsend, da Ihr diese ungeheuerlichen Spottworte vernehmt, die grausame Arroganz, die nichts anderes sein kann als die Anzeichen einer langsam ausbrechenden, vielleicht ansteckenden Geisteskrankheit eines gebrochenen und von eigenen Dämonen gequälten Egos, eines gescheiterten Verlierers, die Verzweiflungstat eines Irren, kurz bevor er unter Hieb-, Stich- und Schusswaffen die Innenstadt aufsucht und mit eiskaltem Lächeln ein gräßliches Massaker veranstaltet, bis sein Blut sich, vergossen von herbeigerufenen Sicherheitskräften, mit dem der unzähligen von ihm wahllos Hingerichteten und ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht und Stand abgeschlachteten Opfern in den Gullis des marmornglitzernden Konsumtempelkomplexes mischt: Das Geld abschaffen? Die Gesetze abschaffen? Wie soll das funktionieren? Die Diskussion wird zum Rückzugsgefecht, du hast ja recht, es wäre ja schon schön, allein, es ist zu spät, wir können nichts mehr tun, ich würde ja, doch alle anderen müßten mitmachen, doch sie sind zu dumm und ungebildet, und wir können nur das beste daraus machen, und so schlecht geht es uns ja nun auch wieder nicht – Feiglinge! Erbärmliches Pack! Vielleicht verdient Ihr es ja gar nicht anders, aber kommt nur, kommt nur herein, willkommen in meinem Utopia. Gebt acht auf die Disteln, Dornen und Brennesseln und die Klapperschlangen, wir nähern uns dem Herzen des Paradieses.

    Sät keinen Weizen, wenn Ihr Kartoffeln ernten wollt, sät ihn nicht in die Flußläufe und auf den kargen Felsen, Kretins, Idioten, Wahnsinnige, Bürger des globalen Dorfes Schilda! Ihr versenkt einen Schatz im Meer und markiert die Stelle am Schiff; ein Weiser deutet auf die Sonne und Ihr schaut auf den Finger!

    Ich habe Eure sogenannte Weisheit mit dem goldenen Löffel gefressen, um sie Euch gut verdaut in die Kloschüssel Eurer Hirne zu pressen. Geld ist Macht? Geld regiert die Welt? Geld ist die Wurzel allen Übels?

    Wer regiert das Geld? Wer hat die Macht? Was nährt die Wurzel, wenn nicht Eure fungoiden Triebe und gierigen Gelüste? Als ob die Welt brach läge, gäbe es kein Geld mehr! Als würden alle Melodien verstummen, aller Wissensdurst versiegen, alle Quellen staubig werden, wenn wir nicht ständig diese bunt bedruckten Klopapierfetzen anbeteten wie einen übermächtigen Götzen, der uns jeden Wunsch zu erfüllen vermag, solange wir nur grausam und selbstsüchtig genug uns gerieren im Umgang mit unserer Umwelt!

    Oh, Ihr habt gehört, daß Computer dumm, nur an Ergebnissen zu liefern in der Lage sind, was man ihnen vorher eingegeben hat, daß man es Input nennt und Output, Ihr habt gehört vom Pawlowschen Hund und der Spieltheorie und dem Behaviorismus. Und doch füttert Ihr die zarten Gedankenwelt der Folgegeneration, die armen, unschuldigen Kinderhirne mit all der unverdauten Scheisse, aus Angst, sie könnten Euch überflügeln, eine höhere Kenntnis erlangen, kappt die Triebe ihrer Rebellion gegen Euern Wahn, beantwortet ihre neugierigen Fragen mit dem selben vergifteten Bullshit, an dem Euer eigener Wille zum Höheren und zum Schönen verwelkte; tadelt ihren natürlichen Egoismus und Überlebenstrieb, indem Ihr ihnen die vor nahrhafter, sättigender Milch überquellenden Brüste der Natur vorenthaltet und stattdessen die vorgekauten Plastikspeisen aus den Regalen Eurer Unterdrücker in die noch zahnlosen Münder stopft, und wundert Euch, daß die Welt vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreitet.

    Und wenn einer käme, um Euch zu sagen, daß es ein Wundermittel gibt, eine heilige Pflanze, einen Stein der Weisen, einen Born ewigen Lebens, vor Furcht würdet Ihr erstarren, an Eure liebgewonnenen Glaubenssätze Euch klammern, denen zufolge dergleichen ganz und gar unmöglich sein muß, dieser Verrückte ein Gesandter luziferischer Mächte, ein Verführer, sein Geschenk in Wahrheit die Büchse der Pandora, ihr würdet ihn niederschlagen und auf Euren Marktplatz zerren und in aller Öffentlichkeit teeren, federn, aufhängen, steinigen, vierteilen oder sonstwie henken und im beruhigten Gewissen, die Welt gerettet zu haben, in Eure vertrauten Wohnungen heimkehren und Euren vertrauten Fernseher einschalten und die vertrauten Sendungen ansehen, bis in den vertrauten Abendnachrichten gesagt wird: ja, in der Tat, eine Ausgeburt der Hölle muß das gewesen sein, die vorschlug, die Wüsten zu begrünen, die Wasser zu reinigen, wahre Weisheit und die Befähigung zum Lernen, Studieren und Entscheiden die Kindheit zu lehren, die Mauern zu schleifen, die Türen zu den Schatzkammern und geheimen Bibliotheken ihrer Schlösser zu entledigen! und Ihr beruhigt in Euer vertrautes Bettchen sinken könnt, während irgendwo auf dem wunderschönen Erdenrund wieder ein paar Negerkinder abkratzen, weil sie nichts zu Fressen zwischen die Kiemen bekommen oder allen besseren Wissens zum Trotze aus purer Verzweiflung verseuchtes Wasser getrunken haben.

    Dieser Bach, liebe Besucher, kommt aus der Mitte meines Reiches, er schlängelt sich wie ein blaues Mäander quer durch das ganze Land und rauscht nun, seines Dammes beraubt, als breiter Strom hinaus in Eure Welten… hier noch sprudelt und plätschert er munter durch sein von Wäldern und Auen gesäumtes Kieselbett, drum nehmt Euch ein Herz und springt hinüber… ich nenne ihn Rubicon, denn hier beginnen die Hochebenen der ewigen Glückseligkeit.

    Wenige seid Ihr geworden! Wo bleibt der Rest? Versunken in den Sümpfen, erstarrt in der Kälte der Gipfel, die wir erklommen und hinter uns gelassen, ertrunken im Malstrom, der vor der Küste seinen greulichen Schlund nach Nahrung aufreißt? Sei’s drum.

    Ja, Ihr habt vertraut – vertraut den Versprechungen Eurer Priester, Götter und Politiker, die Euch eine bessere Welt weissagten, solange Ihr nur ihren Weisungen folgtet, und Ihr vertraut immer noch. Nicht, weil dieses Vertrauen jemals belohnt worden wäre, sondern aus Mangel an Alternativen -

    hier ist sie! Eine neue Generation, eine neue Welt, eine neue Ordnung des Chaos, die Sicht der Dinge durch das Mikroskop eines galaktischen Riesen, der den dritten Planeten unseres Sonnensystems, in Fixierlösung getunkt, begutachtet.

    Alles ist Veränderung, ob nun Fort- oder Rückschritt, ist lediglich eine Frage der Perspektive. Der Tod ist nah, und er ist uns Trost und Hoffnung zugleich, daß die Dinge sich verändern werden, nach uns so sehr, wie sie es taten, bevor sie uns hervorbrachten, um bald darauf zu vergehen. Es geht nicht um Schuld und Sühne, es geht nicht um Verantwortung oder darum, was getan werden muß, weil es alles einerlei ist.

    Es geht nicht darum, was wir erreichen wollen, denn morgen schon könnte der Mond uns auf den Kopf fallen und all die Gedanken wären umsonst gewesen. Lohnt dann alles Streben nicht?

    Den Duft einer Rose atmen – lohnt sich nicht, diese zwei Schritte hin zum Strauch zu gehen, so gleichgültig die dabei entstehende Lust auch zufolge allen Scheissegalphilosophien im universalen, teleskopischen Kontext ist?

    Auf diesen Feldern dort blüht der Hanf. Es ist eine anspruchslose Pflanze, die nur wenig mehr als Sonnenlicht und genügend Wasser benötigt, sie wurzelt tief und lockert das Erdreich, sie wächst schnell und ist sehr ergiebig – die Fasern ihrer Stengel eignen sich zur Herstellung äußerst langlebigen und feinen Papiers, als Baumaterial, als Grundstoff für vergleichsweise robuste Textilien und allerlei andere Erzeugnisse. Die Samen des Hanfs sind sehr schmack- und nahrhaft, enthalten vitale Fette und sind äußerst vielfältig in ihren Anwendungsmöglichkeiten. Seine Blüten eignen sich als Medizin für diverse Schmerzzustände oder als Portal in andere Wirklichkeiten. Und die Leute, die dort mit Karren und Erntegerät kommen, werden noch vor Anbruch der Dämmerung gemeinsam bei Met und Bier beisammensein, und tanzen, und spielen, gemeinsam, dem Geiste der Natur zu danken.

    In diesem Haus wohnt ein Arzt, der Kräuter kennt, die viele Arten von Leiden lindern können, Nahrungsmittel, um die Leiden zu vermeiden, Anwendungen und Massagen, ja, Worte und Zauberformeln, um die im Geiste niedergedrückten von ihren Seelenschmerzen zu befreien. Er genießt einen ausgezeichneten Ruf, und er weiß, daß man ihn schätzt, die stärkste Währung und der fürstlichste Lohn dieser Welt.

    Drüben im Dorfe gibt es einen Lehrer, der den Kindern ihre Fragen beantwortet, sie lehrt, zu erringen, was sie sich wünschen, im Einklang mit den Geistern der Natur und den Gesetzen des Universums; auch ein paar fahrende Musiker, die auf der Straße zur Freude der Vorübergehenden und Stehenbleibenden aufspielen und jedem, der es wünscht, ihre Internetadresse geben, wo man ihre Melodien herunterladen und bei sich tragen kann.

    Gerade ist wanderndes Volk zu Gast in der Stadt, das sich anbietet, verschlissene Wohnungen zu renovieren oder ein Haus für die neugegründete Familie zu bauen, damit bald die Urgroßeltern einziehen können, wenn die Leibeskraft sie verläßt, doch ihr Geist und Wissen noch von unschätzbarem Wert für das schon im Schoße einer Schönen keimende Leben sein werden. Von ihrer Wanderschaft haben sie Neuigkeiten aus allen Ecken und Enden der Welt mitgebracht von Bekannten und Freunden, von Ereignissen der Freude und des Glücks.

    Drüben auf dem Hügel der Typ, der hat sie nicht mehr alle, er schaut ins Teleskop seines Himmelsobservatoriums und phantasiert, es müsse doch möglich sein, eines Tages eine Siedlung auf dem roten Planeten zu errichten, des Menschengeschlechtes, nein, Gaias veredelten Samen in den zu erschließenden Boden zu pflanzen, damit er neue Früchte trage und vom Wind der Gelegenheiten hinausgeblasen werde zu noch ferneren Sternen.

    Und die Leute, die Ihr dort seht, sie kommen gerade von den Feldern, um ihre Freude über die reiche Ernte mit ihren Freunden zu teilen, das Lager für den Winter zu füllen, damit niemand hungrig sein muß, wenn der Schnee die Häuser peitscht.

    Was? Ach das! Natürlich ist das ein Transporter, was denkt denn Ihr? Klar zurück zur Natur, doch nicht zu Fuß. Nein, keine Angst, er hat einen Elektromotor, der gespeist wird von den Kollektoren, die tief im Süden der Sonne Licht in Wärme und diese in Elektrizität umwandeln, er bringt gerade die Tageslieferung Südfrüchte, wir leben doch nicht mehr im Mittelalter… die Infrastruktur funktioniert ganz hervorragend, danke der Nachfrage, schließlich wird hier nach Bedürfnissen produziert. Wie, Du hast das so verstanden, daß hier Steinzeit herrscht? Quatsch!

    Der technologische Fortschritt ist doch faszinierend! Herauszufinden, was möglich ist, ohne der Umwelt Schaden zuzufügen, im Gegenteil: ihr zu nutzen, ihr zu dienen! Mit dem Internet Wissen auszutauschen über die Gepflogenheiten dieses Bienenstammes oder jener Pandabärenpopulation; mit halbautomatisierten Landwirtschaftsmaschinen das Getreide zu bewässern und die Ernte einzufahren und computergesteuerten Segelschiffen Güter rund um den Globus zu verschicken, jeder das Beste seiner Region, damit alle etwas davon haben! Blödsinn, “Arbeitslosigkeit”. Es gibt genug zu tun, und jeder macht, was er am besten kann und woran er am meisten Freude findet, gibt, worauf er stolz sein kann im Wissen, anderen eine Freude zu bereiten, weil er damit seine Seele vergrößert.

    Und jetzt laßt das Nörgeln sein, Ihr sucht doch nur irgendwas. Gleichschaltung, blabla. Auf einmal. Darum geht es doch gar nicht, sondern darum, daß jeder die Freiheit und Möglichkeit hat, sich selbst zu verwirklichen, glücklich zu sein, ja, sogar die Freiheit hat, unglücklich zu sein, wenn ihm das irgendwann mal lieber sein sollte. Aber das ist doch kein Zustand auf Dauer. Nicht hier, im Paradies der Spinner, im Utopia der Freiheit. Tragen sie nicht alle Kleider nach ihrem Geschmack, ihre Frisuren so schmuckvoll, wie es ihnen beliebt, ist ihre Rede nicht herzerfrischend offen, anstatt durch unehrliche Höflichkeit verletzend?

    Aber ich kann Euch noch so sehr einen vom Pferd erzählen… geht hin, fragt die Leute selber. Klar werden sie meckern, hier über dies und da über das. Das tun sie immer irgendwie, das tun sie, um ihren Standort auf dem Weg zum Ideal zu verorten – es ist eine Form des kollektiven Selbstbewußtwerdens. Und daher glaube ich, daß Ihr die ein oder andere Beobachtung machen werdet, Euch wohlfühlen könntet in den anarchischen Verhältnissen meines Utopias.

    Die Führung ist beendet, soviele sind wir ja auch gar nicht mehr – haben sich wohl ein paar im Wald verirrt… ich könnte Euch die Bibliothek noch empfehlen, oder die Weberei… ach, macht doch, was Ihr wollt.

    Tja, meine Liebe, die scheinen sich jetzt alle irgendwo umgucken zu wollen und lassen uns beide hier ganz alleine. Der größte Trupp läuft zu den Hanfbauern, als hätte ich’s erwartet… die beiden besuchen den Marsbesiedelungsexperten und lassen sich von ihm wohl sein Algengewächshaus zeigen, mit dem er lebensfeindliche Planeten terraformen will… auch gut… was ist mit dem? Auch weg, naja… hatte der nicht eine Nasenflöte dabei? Der ist bestimmt unterwegs zu den Musikern.

    Was ist mit Dir – kommst Du mit? Ich zeige Dir meine Hütte… nein, ist nicht weit, liegt direkt an der Quelle des Rubicon, schön im Wald… Du hast doch hoffentlich keine Angst vor Hunden? Magst Du Katzen? Ja, eine weiße mit total flauschigem Fell und einen schwarzen Kater. Ich müßte noch Kaninchenbraten von gestern im Ofen haben… puh, und ich dachte schon, Du bist Vegetarierin. Wär auch nicht schlimm, aber ich finde, wenn man ein Tier gern hat, dann ist das in Ordnung, ich sehe das so: man tötet es zwar, aber es hätte ja gar nicht erst gelebt, wenn ich nicht – okay, Du verstehst, was ich meine. Das ist halt der Lauf der Natur, in der Natur ist nichts wirklich grausam. Aber das da draußen, das war einfach komplett hirnrissig… diese industrielle Lebensvernichtung, mechanisiertes Leiden… zum Kotzen, deswegen habe ich es mir hier zurechtgemacht. Da sind wir schon -  wollen wir reingehen oder setzen wir uns auf die Terrasse? Ich koch uns dann nur eben ‘nen Tee… und räum ‘nen bißchen auf… sag mal, wie heißt Du eigentlich?

    So dachte er, und die Mauer war nicht mehr. Sollten sie kommen.

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    Internet-Manifest

    fundstücke

    Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.

    http://www.internet-manifest.de/

    Ich denke: Bravo!

    Und doch: für ein Internet-Manifest ist die Schrift viel zu spezifisch auf den Journalismus ausgelegt bzw. an die etablierten Medien gerichtet. Das Internet ist weitaus mehr (findet, wie Herr Falkenburg im Kommentar sich ausdrückte, auch jenseits des Browsers statt: Gaming, Filesharing, Messenging usw.), und auch für diese und alle anderen Strömungen & Subkulturen des Netzes sollte die Maxime aus Punkt 4 (Die Freiheit des Internet ist unantastbar) gelten.

    Doch bleiben wir ruhig beim Web 2.0 (was auch immer das sein mag): da sind die Diskussionsforen, deren Betreiber aus Furcht vor Abmahnanwälten und Klagedrohungen im vorauseilenden Gehorsam Zensurpolitik betreiben müssen. Da sind politisch/weltanschaulich verdächtig  ungestreamlinete YT-Clips, die wegen “Urheberrechtsverletzung” aus dem Netz genommen werden, weil darin z.B. Ausschnitte aus Fernsehdokumentationen (oder einfach nur ein bekanntes Musikstück zur dramatischen Untermalung) vorkommen.

    Und da sind die Amateur-Künstler – angehende Grafiker, Musiker, Filmemacher etc. – die sich de jure in der Grauzone und in Furcht vor Institutionen wie der GEMA und anderen Rechteverwertern- und verwaltern bewegen, weil sie ihre Werke an bereits bestehende anlehnen und in Erwartung von _Feedback_, nicht _Geld_, “veröffentlichen”.

    Ganz zu schweigen von Start-Up-Programmierern und Scriptern, die unmöglich überprüfen können, ob trivialste Routinen nicht unter Umständen vom Quasi-Buchversandmonopolisten patentiert sein könnten.

    Diesem und vielem mehr trägt das Manifest leider keine Rechnung, kapriziert sich allzusehr auf zukünftige noch zu erschließende Vermarktungs- und Monetarisierungsmöglichkeiten. Doch das ist das schöne am Internet und der Interaktion des Kollektivs: Informationen können permutieren. Mit etwas Glück vielleicht auch das “Internet-Manifest”.

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    41 Ex-Mitarbeiter von Terrorismusabwehr und Geheimdiensten bezweifeln die offizielle Version des 11. September.

    fundstücke

    Äh, der Titel sagt ja alles. Hier ein PDF zum Anguggn und Verstehen für jene unter Euch, die – verständlicherweise vielleicht sogar – zweifeln, hin- und hergerissen sich fühlen und fragen, warum denn nur durchgeknallte Verschwörungstheoretiker nicht daran glauben können und wollen, daß man mit 19 Teppichmessern und zwei Passagierflugzeugen drei Wolkenkratzer mit Fallgeschwindigkeit auf ihre Grundfläche zusammenstauchen kann, während der beste Geheimdienst des mächtigsten Militärs der großartigsten Nation aller Zeiten indes voll und ganz außerstande dazu wäre.

    http://www.bushtrash.de/911video/news/180509/pat-de.pdf (Quelle) (Mirror)

    9 Kommentare

    Spiegelscherben

    Dugarun

    Fort! Raus hier! Aber wohin, wenn nicht nach innen? Weg, auf welchen Wegen – wenn nicht auf jenen zum Eden?

    Hab Gedanken, wie sie aus der Seele sprossen, in der Wörter harte Form gegossen. Was man sagt und wie ist so|wie|so gleich – dem einen ist’s zu schwer, dem anderen zu seicht. Hast dieses Mem nicht vergessen und was anderes dabei ausgelassen. Und was man tut – verkehrt ohnehin, da hier Verlust was dort Gewinn.

    Bücher gewälzt, die Weisen studiert, Punkte verbunden, interpoliert und zum Schluß doch alles negiert. Im Traumesschluß erdrückte Liebe die Brust, die mehr Besitzanspruch als Sinneslust. Ent-Täusche, drück fort, was zu eng umschlungen und bis zum Ende um Zu-Neigung gerungen. Tanze, an den Füßen schweren Herzens Gewicht, der Freiheit Flügelwerk entfalte nicht – aus Angst, daß die, die noch dort unten, Luftikus denken und vom Absturz unken.

    Ent-Scheide, trenne, wähle, aus|ein|ander brich, Ein-Heit, Uni-Versum, All:das gibt es nicht. Die Wahrheit in diskrete Symbolzuweisungen partitioniert, als Myriaden Lügenbits in die Sinne portioniert.

    Es regnete.

    Die Wolken zogen.

    Die Sonne scheint.

    Licht:erstrahl, wie ein Beil, das Herz entzwei und all die Gefühle frei.

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    Danke und Entschuldigt bitte.

    Dugarun, Gastbeiträge

    Ich will, und vor allem, ich kann und ich weiß was ich schreiben will. Aber bin mir nicht sicher.

    Also schreibe ich das, was ich am richtigsten finde.

    Ich möchte mich erstmal bei allen Menschen, die auf dieser Welt jemals gewandelt sind, recht herzlich entschuldigen, und ein ganz lautes Dankeschön aussprechen.

    DANKESCHÖN!!?

    Warum? Nun, ich hätte das Licht ausmachen können, ich war der allerletzte auf der Welt. Für niemanden hätte ich es angelassen, außer für mich. Ich hätte es ausgemacht, wenn ich nicht gemerkt hätte, wie sehr ich es mag.

    Ich hätte es nicht mögen können, wenn mich keiner gemocht hätte. Mich muss man nicht mögen können, ich schleime nicht, so bleibt auch keiner an mir kleben. Die, die mich mögen, die mögen mich sehr und die, die mich nicht mögen lassen mich in Ruhe und respektieren mich, obwohl ich so unverständlich für die meisten bin. Das ist gut so und hat mir sehr gut getan.

    So erlangte ich die wichtigste Erkenntnis in meinem Leben: ich kann nicht das wegschieben, was ich nicht will, sondern ich muss mir das ins Leben holen, was ich will, so hat das, was mir nicht gefällt, irgendwann keinen Platz mehr in meinem Leben, dann ist es schön.

    Seit ich so denke ist es schön.

    Ich hätte es nie gelernt ohne euch, ohne unsere Geschichte und ohne uns. Ich hätte mein Licht aus machen können, aber eures nicht, so sehr hättet ihr auch mir nicht vertraut, obwohl es mir nie einer zugetraut hätte…

    Also tausend Dank, das ihr mir mich gezeigt habt!

    bis bald

    euer Ensman…

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